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Leibnitzer Kastanienbaum fiel der Motorsäge zum Opfer!

Aktualisiert: 24. Jan.



In wenigen Minuten war der über 100 Jahre alte Kastanienbaum nur mehr Brennholz.


Während am Leibnitzer Hauptplatz im Vorjahr sechs neue Bäume gepflanzt wurden, fiel ein über 100 Jahre alter Kastanienbaum in einem Hof eines Hauses in der Grazer-Gasse der Motorsäge zum Opfer. Beim Bauträger, der noricum Bauträger und Baumanagement GmbH, war man von der Notwendigkeit des Vorhabens überzeugt, da der Baum nach Begutachtung durch einen Gärtner kaputt gewesen sei.


"Zum Heulen"!


So kannte man bisher den stattlichen Kastanienbaum seit vielen Jahren.


Anrainer der Grazer-, Schiller- und Geidorfgasse in der Bezirkshauptstadt Leibnitz wurden am Wochenbeginn um 7.15 Uhr morgens vom lautem Geräusch einer Motorsäge aufgeschreckt, dass eine prächtige Kastanie Schnitt für Schnitt zerkleinert wurde. Viele fanden das "Zum Heulen!".

"Es wurde eine über 100 Jahre alte gesunde Kastanie gefällt. Der Baum war Lebensraum für viele Widltiere!", war da u.a. auf Social Media zu lesen. Die Betroffenheit war auch deshalb so groß, weil es ein Baum war, mit dem viele praktisch seit ihrer Kindheit sozusagen aufgewachsen sind. Was bisher über Jahre lang Zeit hatte, zu einem stattlichen Baum zu werden, war in nur zehn Minuten Vergangenheit. "Sehr traurig, dass alles weichen muss. So schön Scheibchenweise wird alles gerodet, umgeschnitten und zugepflastert", war u.a. auch zu lesen.



Schutz von Natur und Umwelt


Die Nachfrage bei Bgm. Michael Schumacher ergab: "Es gibt dafür keinen Schutz in Leibnitz, und ich kenne nicht die Historie jedes einzelnen Baumes. Aber ich werde mich erkundigen!", versprach Bgm. Schumacher gegenüber LEIBNITZ AKTUELL.

Kurze Zeit später dann auch dazu die Details: "Mir persönlich tut es um dem Baum leid! Aber es gab im Gemeinderat auch eine Diskussion. Faktum ist, dass es keine Baumschutz-Verordnung in Leibnitz gibt. Es müsste dafür ein eigenes Team installiert werden. Das ist jedoch für eine Stadt wie Leibnitz unfinanzierbar! Daher gibt es auch keine Rechtsgrundlage, das Umschneiden des Baumes zu verbieten. Wir sprechen im Vorfeld mit dem jeweiligen Bauträger und zu versuchen, darauf zu drängen, Bäume zu erhalten. Bei Neubauten werden dem Bauträger für das Umschneiden von Bäumen auch Ersatzpflanzungen vorgeschrieben!", erfahren wir aus dem Leibnitzer Rathaus.


"Baum war kaputt!"


Seitens des Bauträgers, der noricum Bauträger und Baumanagement GmbH, wurde LEIBNITZ AKTUELL folgende Stellungnahme telefonisch abgegeben: "Der Baum war kaputt, was von einem Gärtner vorher bestätigt wurde. Deshalb wurde der Baum auch umgeschnitten. Während des Umschneidens wurde das auch ersichtlich!"


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