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Med Uni Graz: Wissenschaft kindgerecht erklärt

  • 13. Aug. 2025
  • 2 Min. Lesezeit



Sie hilft uns dabei, die Welt besser zu verstehen, Lösungen für komplexe Probleme zu entwickeln und realistisch in die Zukunft zu blicken – die Wissenschaft. Trotzdem wird sie in den letzten Jahren vermehrt angezweifelt, diskreditiert oder nicht ernst genommen, was nicht selten einem mangelnden Verständnis für den wissenschaftlichen Prozess geschuldet ist. Forschende der Med Uni Graz haben es sich nun zum Ziel gesetzt, Kindern und Jugendlichen ihre Arbeit auf verständliche und spannende Weise näherzubringen.


Wissenschaft macht Schule – heißt es dank der Wissenschaftsbotschafter:innen des OeAD (Agentur für Bildung und Internationalisierung). Lehrkräfte haben hierbei die Möglichkeit, Wissenschafter:innen aus unterschiedlichsten Fachrichtungen direkt über die Website einzuladen. So können Kinder und Jugendliche aus erster Hand erfahren, wie Wissenschaft funktioniert, sich ein Bild über das Berufsbild „Forscher:in“ machen und einen Eindruck gewinnen, welchen Einfluss die Ergebnisse in Zukunft auf unser tägliches Leben haben könnten. „Kinder stellen viele interessante Fragen, über die man vielleicht in der Form noch nie nachgedacht hat und die einen die eigene Forschung aus einem neuen Blickwinkel betrachten lassen“, berichtet Katrin Bartl-Pokorny. Besuche in Schulen werden somit auch zur Bereicherung für die Forschenden selbst. Die Kooperation mit dem Science Garden, initiiert von innoregio styria, ist ein weiteres Beispiel für eine erfolgreiche Wissenschaftsvermittlung an Kinder und Jugendliche.


Wissenschaftszeitschrift für Kinder

Doch nicht nur in Schulen ist Katrin Bartl-Pokorny unterwegs. Gemeinsam mit Florian Pokorny und internationalen Kolleg:innen schrieb sie unlängst einen Artikel für die Zeitschrift „Frontiers in Young Minds“ und setzte sich dafür mit der Frage auseinander, wie Computer anhand der Stimme einer Person erkennen könnten, ob sie krank ist. Basierend auf ihrer eigenen Forschung und Ergebnissen von Fachkolleg*innen bereitete das Team das komplexe Thema für 8- bis 15-Jährige auf. Eine interessante Aufgabe für die Wissenschafter:innen, wie Florian Pokorny sagt: „Für uns war es eine Herausforderung und zugleich eine wertvolle Erfahrung, komplexe Fachinhalte vereinfacht, abstrakt und dennoch ansprechend, verständlich und folgerichtig darzustellen und auch während des Review-Verfahrens gezielt auf die Wünsche und Bedürfnisse der Zielleserschaft einzugehen – auch die Gutachter:innen für diese Zeitschrift sind Kinder. Unserer Meinung nach kann man gar nicht früh genug damit anfangen, Kinder für Wissenschaft – hier speziell im Kontext der Gesundheitsforschung – zu begeistern, ihnen aktuelle Forschungsansätze aufzuzeigen und ihnen klarzumachen, dass sie später einmal die Möglichkeit haben werden, mit neuen Erkenntnissen einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.“ Der Artikel ist übrigens frei verfügbar und kann ebenfalls von Lehrkräften für den Schulunterricht verwendet werden.


Fotocredits: Monika Wittmann/Med Uni Graz

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