Steiermark-Kärnten: Mit der Koralmbahn zum Stern des Südens
- la6098
- 10. Sept. 2025
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Am Dienstag (9.9.) trafen sich die Mitglieder der Landesregierungen und die Klubobleute aus Kärnten und der Steiermark zur dritten Kärnten-Steiermark-Konferenz in Klagenfurt. Auf der umfangreichen Tagesordnung standen unter anderem die Themen Infrastrukturausbau, Bildung, Katastrophenschutz, Nachhaltigkeit, Kultur und Sport.
Gemeinsame Zukunft
LH Kaiser, LH Kunasek, LH-Stv. Gruber und LH-Stv. Khom waren sich dabei einig: „Gemeinsam stellen wir die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft unserer beiden Länder und für unsere Bevölkerung“. Vom Bund fordern die Steiermark und Kärnten gemeinsam zudem eine Regelung, damit die regionalen Klimatickets Kärntens und der Steiermark für die Koralmbahn nutzbar werden. Auch für eine Neugestaltung eines fairen Finanzausgleichs wollen sich Kärnten und die Steiermark gemeinsam einsetzen.
Koralmbahn: Chancen und Herausforderungen
Landeshauptmann Mario Kunasek unterstrich, dass man die Chancen der Koralmbahn gemeinsam nutzen wolle, sich aber auch der damit verbundenen Herausforderungen bewusst sei. So sei im wirtschaftlichen Bereich und im Tourismus einiges möglich. Ziel sei es, einen gemeinsamen Auftritt für den Tourismusraum Kärnten-Steiermark zu entwickeln. „Dabei geht es auch darum, den Gast vom Zug zur Destination zu bringen, also um die sogenannte letzte Meile″, erklärte Kunasek. „Jedoch gibt es rund um die Koralmbahn auch Herausforderungen, die bewältigt werden müssen. Daher bin ich äußerst froh, dass wir im Rahmen der heutigen Konferenz auch eine verstärkte Vernetzung der Behörden und der Einsatzkräfte der Steiermark und Kärntens vereinbaren konnten, da wir uns auch auf mögliche Szenarien wie Unfälle und technische Gebrechen vorbereiten müssen, um jederzeit die größtmögliche Sicherheit für die Fahrgäste zu ermöglichen.” Konkrete gemeinsame Angebote und eine verstärkte Vernetzung solle es in der Volkskultur geben. Der steirische Landeshauptmann nannte in diesem Zusammenhang beispielsweise eine gemeinsame Volkskulturveranstaltung, welche für die Freundschaft und Partnerschaft zwischen der Steiermark und Kärnten stehen solle.

Hochschulraum stärken
Landeshauptmann Peter Kaiser hob die sehr konstruktive Arbeitsweise hervor. Heute seien 16 einstimmige Beschlüsse gefallen. Er verwies auf den Koralmbahnindex, für den die Landesstatistiken Kärntens und der Steiermark ebenso wie die jeweils für die strategische Landesentwicklung Verantwortlichen kooperieren. „Wir messen, wie sich Demographie, Maßnahmen, Kooperationsformen und Erwartungen entwickeln. So können wir entsprechend gegensteuern, Maßnahmen neu aufstellen oder ergänzen", erklärte er. In der gemeinsamen Hochschulkonferenz soll laut Kaiser eine Hochschulstrategie 2030 entstehen. Am 18. September werde man dafür in Klagenfurt zusammenkommen. „Wir wollen den gemeinsamen Hochschulraum international sichtbarer machen, Schwerpunkte herausarbeiten, Synergien nutzen und Duplizitäten abbauen", so Kaiser.
Finanzausgleich neu aufsetzen
Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom betont, dass die Koralmbahn Steiermark und Kärnten enger verbinden und neue Chancen eröffnen werde – wirtschaftlich, wissenschaftlich und gesellschaftlich. Ziel sei es, Wohnen und Arbeiten über Landesgrenzen hinweg selbstverständlich zu machen und gemeinsam stärker Mittel von Bund und EU zu nutzen. Gleichzeitig fordert sie eine Neugestaltung des Finanzausgleichs, da beide Länder derzeit massiv benachteiligt würden. Auch Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber sieht in der Kooperation beider Bundesländer ein starkes Signal. Neben dem Infrastrukturausbau brauche es Projekte wie Breitband, die Aufhebung des Stückelungsverbots bei Klimatickets sowie ein gemeinsames Auftreten gegenüber Wien. Kärnten und Steiermark müssten sich als „starke Südachse“ positionieren und beim Finanzausgleich endlich fair behandelt werden.
Fotocredits: LPD Kärnten/Gleiss





