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Steirische Kunst in Brüssel als ein „Seismograf der Zeit“


Europalandesrat Werner Amon, Künstler Klaus-Dieter Hartl, Laudatorin Tanja Gurke und Steiermark-Haus-Leiter Erich Korzinek (v.l.) bei der Vernissage der Hartl-Ausstellung in Brüssel

Foto: © Land Steiermark

Im Rahmen eines Kultur-International-Schwerpunktes „Art Steiermark“ präsentierte der bekannte Leibnitzer Künstler und Marenzi-Galerieleiter Klaus-Dieter Hartl seine eindrucksvollen und nachdenklichen Fotografien.


„Art Steiermark”-Präsentation im Steiermark-Haus in Brüssel


Der steirische Künstler, Pädagoge und Kurator der Galerie Marenzi, Klaus-Dieter Hartl, zeigte im überaus gut besuchten Steiermark-Haus seine Fotografien aus den Serien „Zuhören-Totentanz” und „Natur-Attentat”.


Nach der Begrüßung durch den Leiter des Steiermark-Hauses, Erich Korzinek, gab die Kunsthistorikerin und Kulturmanagerin Tanja Gurke einen fundierten Einblick in das Werk des 72-jährigen Künstlers. In seinem Zyklus „Natur-Attentat” thematisiert Klaus-Dieter Hartl das Verhältnis zur Natur sowie den Umgang mit der Natur. Seinen Bildern von unterschiedlichen Zimmerpflanzen fehlt etwas Entscheidendes: Das saftige Grün, weshalb Zimmerpflanzen oftmals wie ein Spiegel der Natur in Räume geholt werden. Die Farbe hat der Künstler im wahrsten Sinne des Wortes weggeschmirgelt, so dass die Pflanzen selbst geisterhaft und völlig entfremdet wirken. Dahinter steckt die Frage: Wie können wir unseren Lebensraum verbessern – wie können wir mit der Natur dauerhaft in Beziehung leben?


Zyklus „Zuhören-Totentanz”


Bilder, denen ein Schatten innewohnt, sind es auch, die den zweiten Zyklus „Zuhören-Totentanz” einnehmen. Grundlage für seine fotografische Arbeit bilden eigens gemachte Fotos von Werken des Malers und Bildhauers Jean Tinguely in Basel. Konkret war es Tinguelys Arbeit „Mengele-Totentanz” auf Basis des Höhlengleichnisses von Platon, auf die Wand geworfene Schatten. Hartl nahm diese Bilder und passte sie in runde Passepartouts: Von den Schattenwürfen, die die Skulpturen in Tinguelys monumentalem Totentanz-Werk produzieren und die Hartl faszinieren, richtete er den Fokus auf kleine, stille Aufnahmen, die ohne Bezug zu einer realen Situation für sich stehen und zum Nachspüren anregen. Tanja Gurke schloss ihre Einführung mit der Frage: „Was kann die Kunst, die stets ein Seismograf der Zeit ist, in uns in Gang bringen?”


"Stellenwert steirischer Kunst internationalisieren"


Europalandesrat Werner Amon, der diesmal die Vertretung für Kulturreferent Landeshauptmann Christopher Drexler übernommen hat, bekräftigte in seiner Eröffnungsrede den Stellenwert steirische Kunst zu internationalisieren: „Kunst und Kunstvermittlung fördern die Demokratiebildung, denn der Umgang mit Diversität und mit anderen Meinungen – all das wird durch Kunst gefördert.” 

Amon zeigte sich erfreut, im neu adaptierten Steiermark-Haus die erste Veranstaltung eröffnen zu dürfen und sieht in Hartl und seinen Arbeiten besondere Sensorien, die wie Botschaften aus der Zukunft ankommen.

Unter den zahlreichen steirischen Gästen der Vernissage war auch Vizebgm. Helga Sams, der Künstler Kurt Ryslavy und der südsteirische Weinjournalist Henry Sams.

Als besonderes Zeichen der regionalen wie internationalen Vernetzung übernahm das Team des Vorsitzenden des EU-Militärausschusses, General Robert Brieger, die kulinarische Gestaltung des steirischen Abends in Brüssel.


Fotocredit: © Land Steiermark




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