top of page

Steirischer Gründerboom hält vor allem bei Frauen an!


Soziallandesrätin Doris Kampus (l.) und Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl. Foto: Land Steiermark/Drechsler.


Mit Stichtag 1. Jänner 2024 waren 96.163 SteirerInnen als selbstständig gemeldet. Die Anzahl ist somit gegenüber dem Vorjahr um 809 Personen oder +0,8 Prozent gestiegen. Gleich 56,2 Prozent dieses Zuwachses waren Gründerinnen. Somit ist der Anteil der selbstständigen Frauen um 455 oder ein Prozent gestiegen.


Neuer Rekord beweist Dynamik und Innovationskraft


„Die aktuelle Bilanz zur Selbstständigkeit unterstreicht einmal mehr, dass die Steiermark ein sehr guter Boden für Unternehmensgründungen ist. Der neue Rekord zeugt von großer Dynamik und Innovationskraft in unserem Bundesland.  Als Wirtschaftslandesrätin bin ich sehr stolz, dass wir Heimat so vieler mutiger und engagierter Unternehmerinnen und Unternehmer sind, die tagtäglich Großartiges leisten. Dies ist angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage umso mehr zu schätzen″, so Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl zum aktuellen Bericht der Landesstatistik zum Thema „Selbstständige in der Steiermark 2024″, die dabei ebenso betont: „Besonders freut es mich, dass immer mehr Frauen den Schritt in die Selbstständigkeit wagen und die steirische Wirtschaft damit zunehmend weiblicher wird.″


Der Wandel in der steirischen Arbeitswelt


„Diese aktuelle Erhebung zeigt den Wandel in der steirischen Arbeitswelt. Mehr Frauen setzen erfreulicherweise den Schritt in die Selbstständigkeit″, hebt Soziallandesrätin Doris Kampus hervor. Kampus: „Dank dieser genauen Analyse der Statistik Steiermark entsteht nicht nur ein übersichtliches Bild beruflicher Selbstständigkeit, sondern auch der sozialen Verschiebungen, die sich in unserem Bundesland oft unbemerkt, aber dennoch nachhaltig vollziehen. Damit leisten die Expertinnen und Experten der Landesstatistik wichtige Grundlagen für politische Entscheidungen.″


Weiblicher Anteil steigt


Laut dem aktuellen Bericht der Landesstatistik zum Thema „Selbstständige in der Steiermark 2024″ waren mit Stichtag 1. Jänner 2024 in 13 Berufsgruppen insgesamt 96.163 Personen als selbstständig Beschäftigte registriert. Gegenüber dem Vorjahr betrug der Zuwachs somit 809 Personen beziehungsweise +0,8 Prozent, wovon 56,2 Prozent Frauen waren. Damit hat die Zahl weiblicher Selbständiger gegenüber 2023 um 455 beziehungsweise ein Prozent zugenommen. Aktuell sind etwas mehr als die Hälfte, also 53,9 Prozent der Selbstständigen Männer und 46,1 Prozent Frauen.

Das Verhältnis zwischen Männern und Frauen bei den einzelnen Berufsgruppen schwankt sehr stark. Den größten Männeranteil mit 86,4 Prozent verzeichnen die Ziviltechniker, während Hebammen eine rein weibliche Berufsgruppe sind.


Gewerbetreibende sind mit Abstand größte Berufsgruppe


Die größte Gruppe der Selbstständigen ist mit Abstand jene der Gewerbetreibenden mit 64.073 Personen. Die stärksten relativen Zuwächse erfuhren die Berufsgruppen der Psychotherapeutinnen und -therapeuten mit +6,8 Prozent, der Psychologinnen und Psychologen (+6,0 Prozent) sowie der Hebammen mit + 5,7 Prozent. Den höchsten absoluten Zuwachs gab es mit +714 bei den Gewerbetreibenden. Nur vier der Berufsgruppen verzeichneten im vergangenen Jahr eine Verringerung: Tierärztinnen und -ärzte (-5,2 Prozent), Zahnärztinnen und -ärzte (-2,7 Prozent), Apothekerinnen und Apotheker (-1,3 Prozent) und Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (-0,8 Prozent).


Graz hat die meisten Selbstständigen


Die größte Zahl an Selbstständigen verzeichnet wie im Jahr zuvor die Stadt Graz mit 18.176, die wenigsten wiederum der Bezirk Murau mit 2.750. Fast alle steirischen Bezirke konnten eine Steigerung bei den Selbstständigen verzeichnen. Nur im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld (-37 Personen) und Murtal (-1) gab es leichte Rückgange. Den größten relativen Zuwachs erfuhr Leoben mit +2,4 Prozent, was einem absoluten Zuwachs von 79 Personen entspricht.

Die Steirische Landesstatistik betrachtet bei der Erhebung der Selbstständigen insgesamt 13 Berufsgruppen: Apotheker, Ärzte, Gewerbetreibende, Hebammen, Land- und Forstwirte, Notare, Psychologen, Psychotherapeuten, Rechtsanwälte, Tierärzte, Wirtschaftstreuhänder, Zahnärzte und Ziviltechniker. Des Weiteren muss darauf hingewiesen werden, dass die Zählung der Landesstatistik ausschließlich Einzelpersonen umfasst und keine juristischen Personen. Daher unterscheiden sich diese Daten von anderen Berichten.

Comments


bottom of page