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Tempelmuseum Frauenberg: „Hügelgrab & Grabinschrift“


Eröffnungsfeier: (v.l.) Bgm. Mag. Michael Schumacher, Dr. Ursula Pintz (Museumsleiterin und Kuratorin der Ausstellung) und Dr. Bernhard Schrettle (Kurator der Ausstellung).


Am 3. Mai 2024 wurde die aktuelle Sonderausstellung des Tempelmuseums „Hügelgrab & Grabinschrift – Die antiken Gräberfelder von Leibnitz“ eröffnet.


Antike Grab- und Bestattungskultur


Die Ausstellung befasst sich mit der antiken Grab- und Bestattungskultur und zeigt bedeutende Funde aus den Gräberfeldern von Leibnitz. Denn Gräber sind eine wichtige Quelle der Geschichte, denn „ein Großteil dessen, was wir über die Vergangenheit wissen, erfahren wir aus Grabkomplexen“, erzählt Ursula Pintz, Leiterin des Tempelmuseums.

Erstmals werden Funde aus dem Areal der Hermannkaserne von Leibnitz/Altenmarkt der Öffentlichkeit präsentiert. Auf dem Areal der Kaserne befanden sich monumentale hallstattzeitliche Grabhügel mit einem Durchmesser von bis zu 60 m und unzählige Flachgräber. In der römischen Kaiserzeit erstreckte sich ein Hügelgräberfeld mit etwa 4500 Grabhügeln von Altenmarkt bis Leitring! Ein weiteres Highlight der Ausstellung sind frühmittelalterliche Schmuckstücke vom Frauenberg und aus Altenmarkt, da aus dieser Epoche kaum Quellen vorliegen.


Großformatiger Bodendruck


Außerdem wurde bei der Eröffnung der großformatige Bodendruck feierlich enthüllt. Er zeigt die Lage der großen Gräberstraße, die Alt-Solva auf dem Frauenberg mit Flavia Solva verband und die Lage der Gräberfelder veranschaulicht.


GR Vitus Riedl, Bgm. Mag. Schumacher, Paul Valentan und Dr. Bernhard Schrettle.


Bgm. Mag. Michael Schumacher zeigte sich stolz, dass das Tempelmuseum Teil der Stadtgemeinde Leibnitz ist, denn „man hat hier nicht nur ein besonderes Team, sondern auch einen ganz besonderen Ort“.


Kurzführer über das Tempelmuseum


Im Zuge der Eröffnung wurden außerdem zwei Kurzführer über das Tempelmuseum und die römischen Steindenkmäler auf Schloss Seggau präsentiert. Der Kurzführer über das Tempelmuseum füllt eine seit langem bestehende Lücke. Seit dem Erscheinen des Museumsführers aus dem Jahr 1955 von Walter Modrian widmen sich zwar zahlreiche Publikationen den wissenschaftlichen Fragen rund um den Frauenberg, es wurde aber trotz Erweiterungen des Museums nie ein neuer Museumsführer verfasst. Herausgebracht wurden die beiden Publikationen vom Archäologischen Verein Flavia Solva.


Fotos: René Töbich

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