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UNESCO-Weltkulturerbestätte Semmeringbahn-Jubiläum gefeiert



Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums „UNESCO-Weltkulturerbestätte Semmeringbahn” trafen heute (6.11.2023) zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Kunst, Kultur und Politik – darunter Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitnerund der steirische Landeshauptmann Christopher Drexler – am Bahnhof Semmering zu einer Feierstunde zusammen.


Nach einem Rundgang im Informationszentrum Semmering fand eine Sonderzugfahrt im historischen Zug „Majestic Imperator” statt. Während dieser betonten die beiden Landeshauptleute: „Die Weiterentwicklung der Region Semmering ist uns ein gemeinsames Herzensanliegen.”


Der steirische Landeshauptmann Christopher Drexler betonte: „Die enge Partnerschaft zwischen unseren beiden Ländern wird gelebt, um den gemeinsamen Plan, dieser wunderschönen Region eine Perspektive für die Zukunft zu geben, umzusetzen.“ Gerade der Semmering stehe für die Verbindung zwischen Niederösterreich und der Steiermark, denke man nur an den Skiweltcup, „wo der Start in der Steiermark und das Ziel in Niederösterreich liegt.“



Horst Schröttner, Obmann des Vereins „Freunde der Semmeringbahn“, Landeshauptmann Christopher Drexler, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Bürgermeister Hermann Doppelreiter (v.l.) mit dem Abkommen zur „UNESCO-Welterbestätte Semmeringbahn“ im Informationszentrum am Bahnhof Semmering. Foto: © NLK


„Große historische Verantwortung!“


Drexler unterstrich gemeinsam mit der niederösterreichischen Landeshauptfrau auch die Symbolträchtigkeit dieser gemeinsamen Feierstunde anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums UNESCO-Welterbestätte Semmeringbahn: „Gerade in Zeiten des Krieges und des Hamas-Terrors in Israel müssen wir klar zeigen, dass Antisemitismus bei uns in Österreich keinen Platz hat.“ Die beiden Landeshauptleute sprachen davon, dass dies die historische Verantwortung sei, genauso wie zu untermauern, „dass jüdisches Leben fester Bestandteil Niederösterreichs und auch der Semmeringregion ist.“


„Vor 25 Jahren war die Semmeringbahn die erste Welterbestätte in Niederösterreich und der Steiermark”, sagte Mikl-Leitner, heute habe man mit dem Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal, der Wachau, dem Donaulimes und der Kurstadt Baden bereits fünf Welterbestätten – dabei berge gerade die Semmeringregion enormes Potential. Vor 170 Jahren habe Carl Ritter von Ghega mit der Semmeringbahn nicht nur ein technisches Meisterwerk geschaffen, sondern „einen Meilenstein in der touristischen Entwicklung”. Erholungs- und Wohnraum sei damals in der Region erschlossen worden und „dank der leichten Erreichbarkeit von Wien, Graz, Bratislava, Budapest und der Adria ist die Region ein Juwel für Natur- und Kulturliebhaber”, so die Landeshauptfrau. „Den Semmering wollen wir aus dem Dornröschenschlaf wecken.”



Bürgermeister Hermann Doppelreiter, Danielle Spera, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Landeshauptmann Christopher Drexler vor dem Carl Ritter von Ghega Denkmal. Foto: © NLK Pfeffer


Zum 25-jährigen Jubiläum sei man nicht nur stolz auf das UNESCO-Welterbe Semmeringbahn, es bedeute auch eine große Verantwortung. „Nur was genutzt wird, wird sich auch erhalten”, unterstrich Mikl-Leitner und gerade in Zeiten internationaler Krisen und dem Klimawandel schätzten die Menschen wieder „Urlaub vor der Haustüre” und dazu habe man am Semmering die beste Ausgangssituation. „Deshalb werden wir in einer gemeinsamen Anstrengung beider Länder mit den Gemeinden und mit Investoren diese Region in den nächsten 10 Jahren neu erwecken.” Sie nannte hier beispielhaft den Grazer Florian Weizer, der das Kurhaus zum Grand Semmering umbauen wird, Christian Zeller, der das Südbahnhotel revitalisiert oder auch die Panhans-Gruppe, die am Hotel Panhans arbeitet. „Zudem müssen wir ein zeitgemäßes Mobilitätsangebot schaffen, uns der Infrastruktur und dem Wassermanagement widmen und das Kunst- und Kulturangebot weiter ausbauen”, so die Landeshauptfrau.


Aktuelles Forschungsprojekt


Die bewegte jüdische Geschichte dieser Region bis zurück ins Mittelalter werde aktuell in einem Forschungsprojekt sichtbar gemacht, an dem Danielle Spera, ehemalige Direktorin des jüdischen Museums Wien, maßgeblich beteiligt ist. „Wir beleuchten jüdisches Leben in allen Bereichen wie Kunst, Kultur, Sport, Medizin, Architektur bis hin zu besonderen Frauen und ihrem Wirken hier in der Region”, führte Spera aus, „aber auch eines der dunkelsten Kapitel unserer Geschichte, den judenreinen Semmering.”


Zu Wort kamen auch Hermann Doppelreiter, Bürgermeister in Spital am Semmering, der einen kurzen geschichtlichen Abriss über die Region gab, genauso wie Horst Schröttner, ehemaliger Bürgermeister und Obmann des Vereins „Freunde der Semmeringbahn”.

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von einer Abordnung des Trachtenmusikvereins Spital am Semmering, Schülerinnen und Schüler der Tourismusschule Semmering sorgten für die Bewirtung.



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