An heißen Sommertagen gibt es für Kinder nichts Schöneres, als sich ausgelassen im kühlen Nass auszutoben – doch am Wasser lauern einige Gefahren.

Plantschen, Baden, Schwimmen – sie sind leider nicht ganz ohne Risiko! Besonders die Kleinsten dürfen niemals ohne Aufsicht im Wasser sein – Ertrinken ist bei Kleinkindern unter 5 Jahren die zweithäufigste Todesursache. Es ist keine Panikmache, sondern traurige Realität, jährlich ertrinken in Österreich rund 80 Personen. 

Kinder sollten in der Nähe von und im Wasser nie unbeaufsichtigt bleiben. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit genügt. Kinder sind aber nicht nur beim Baden gefährdet. Achten Sie darauf, dass Regentonnen verschlossen oder Gartenteiche durch einen Zaun gesichert sind. Biotope, Swimmingpools und Regentonnen müssen abgesichert werden. Ein ausreichend hoher Zaun mit selbstschließender, kindersicherer Tür, eine feste Pool-Abdeckung oder ein Unterwassergitter im Biotop, das dicht unter der Wasseroberfläche befestigt wird, können einem tragischen Ertrinkungstod im eigenen Garten vorbeugen.

Tipps für einen sicheren Badespaß von Kindern:

Lassen Sie Kleinkinder nie unbeaufsichtigt in der Nähe von offenen Gewässern! Oft genügen wenige Minuten Ablenkung, die für die Sprösslinge schwerwiegende Folgen haben können. Schon eine Wassertiefe von wenigen Zentimetern kann für Babys und Kleinkinder zum Verhängnis werden. Auch Schwimmflügel ersetzen die Aufsichtspflicht nicht!

Aufblastiere sind keine Schwimmhilfe! Wasserspielzeuge wie aufblasbare Tiere, Schwimmreifen oder Luftmatratzen werden von vielen fälschlicherweise als Schwimmhilfen verstanden – ein fataler Irrtum, denn sie schützen nicht vor dem Ertrinken. Im Gegenteil: Aufblasspielzeug kann ein Durch- oder Abrutschen von Kleinkindern nicht verhindern.

Vorsicht bei glatten oder nassen Böden! Beim Spielen im Garten oder Freibad sind Kinder oft stürmisch und richtige Energiebündel. Achten Sie aber dennoch darauf, dass sie in der Nähe von offenen Gewässern oder auf nassen, glatten Böden nicht zu schnell laufen, damit sie nicht ausrutschen und ins Wasser fallen.

Bei großer Hitze nicht sofort ins kalte Nass! Besonders für die Kleinsten sind die heißen Temperaturen riskant, wenn sie nicht ausreichend geschützt werden. Kopfbedeckung, helles T-Shirt und Sonnencreme helfen,  einem Sonnenstich vorzubeugen.

Vorsicht bei Wasserrutschen! Wasserrutschen sind in Schwimmbädern und Freiluftanlagen natürlich beliebte Spielgeräte, bergen jedoch einige Gefahrenquellen in sich. Unfallgefährlich sind drei Stellen: der Aufstieg, die Rutschfläche und der Rutschenauslauf. Beim Rutschenauslauf kommt es sehr oft zu einem Zusammenprall mit einem vorher gerutschten Kind. Achtung auch beim Rutschen in der Bauchlage – Kopf voraus: dabei endet die Rutschpartie oft in einer Kopf- oder Gesichtsverletzung.

Baden und Schwimmen im Meer ist gefährlicher als in Binnengewässern, weil Wind, Strömungen und Wetter das Wasser ständig beeinflussen.

Dr. Horst GRUBELNIK, Sportmediziner, gibt laufend Tipps, wie Sie Ihre Gesundheit erhalten, aber auch verbessern können.