Österreichweit gibt es aktuell (Stand: 8 Uhr) 3.611 bestätigte Coronavirus-Erkrankungen. Dies bedeutet eine Zunahme von 19,3 Prozent (+ 585 Erkrankungsfälle) zum Vortag. Gesundheitsminister Rudi Anschober richtet einen Appell an die Österreicherinnen und Österreicher: Jetzt nicht nachlassen, um die Kurve weiter abzuflachen.

In den vergangenen vier Tagen nahmen die Erkrankungsfälle in Österreich täglich im Durchschnitt um 18,35 Prozent zu. Die Zahl der Testungen steigt in Österreich kontinuierlich an und wird in den kommenden Wochen massiv erhöht. Bislang wurden in Österreich bereits 23.429 Testungen durchgeführt (Stand: 8 Uhr) – davon wurden in den vergangenen 24 Stunden 2.061 Testungen eingemeldet, wovon 28 Prozent ein positives Ergebnis hatten.

Die Zahl der Testungen steigt demnach an und soll in den kommenden zwei bis drei Wochen weiter drastisch erhöht werden. Mit der Ausweitung der Kapazitäten soll auch das Spitalspersonal in Zukunft regelmäßig und verstärkt getestet werden.

Die Kriterien für Testungen sind eindeutig: Klare Symptome und Bezug zu einer Risikoregion oder enger Kontakt zu einem bestätigten Fall. Darüber hinaus kann ein Mediziner unabhängig vom Vorliegen eines Verdachtsfalles – jederzeit nach eigener medizinischer Entscheidung – einen Corona-Test anordnen.

„Die Entwicklung der Zahl der Corona-Erkrankungen muss weiter sinken, die Zuwächse sind noch immer viel zu hoch. Wir müssen die Zuwächse durch eine konsequente Umsetzung der Maßnahmen auf den einstelligen Bereich an Tageszuwächsen drücken. Alle müssen die gesetzten Maßnahmen mit aller Konsequenz mittragen, um die Kurve weiter abzuflachen. Nur so werden wir diese Krise gemeinsam bewältigen und die Zuwachsraten drastisch senken“, appelliert Anschober an die Österreicherinnen und Österreicher.

Testungen und Erkrankungen. Quelle: Gesundheitsministerium
Quelle: Gesundheitsministerium
Bestätigte Corona-Fälle in der Steiermark (Stand: 22.3., 21 Uhr).

International ist die Situation unverändert

Europa (inkl. EU) wird mit aktuell rund 142.000 Erkrankungen und über 7.300 Todesfällen (davon alleine über 4.800 Italien und bereits über 1.300 in Spanien) immer stärker zum weltweiten Epizentrum der Pandemie.