Das Großprojekt „Transportleitung Stiefingtal“ ist nach insgesamt sechs Jahren Bauzeit abgeschlossen. Damit sichert die Leibnitzerfeld Wasserversorgung GmbH (LFWV) die Trinkwasserversorgung für die nächsten Jahrzehnte, wie GF Franz Krainer und Eigentümervertreter Bgm. Michael Schumacher nicht nur den Bürgermeistern, sondern auch vorab der Presse mit Freude verkünden konnten.

Im Zuge einer Bürgermeisterversammlung am 15. November 2023 in Leibnitz informierte GF Franz Krainer von der Leibnitzerfeld Wasserversorgung GmbH (LFWV) Ortschefs von 29 Versorgungsgemeinden über abgeschlossene und zukünftige Projekte. Am Foto (v.l.): Bgm. Mag. Michael Schumacher (Stadtgemeinde Leibnitz und Eigentümervertreter der LFWV), GF Dir. DI Franz Krainer (Leibnitzerfeld Wasserversorgung GmbH) und Ing. Anton Schmidbauer (Projektant) vom Büro für Kulturtechnik und Wasserwirtschaft.

„Das Transportleitungssystem ist ein wesentlicher Bestandteil des Wasserversorgungssystems. Von entsprechend hoher Bedeutung ist daher die Strategie zu Betrieb, Erhalt und Erweiterung dieser Rohrstränge. So auch die Fertigstellung des Transportleitungsausbaus im Stiefingtal. Großteils der investierten Summe verbirgt sich unter der Erde und ist die unsichtbare Hauptschlagader für diese aufstrebende Region die wir über Jahrzehnte damit stärken“, erläutert GF Franz Krainer.

Projekt „Transportleitung Stiefingtal“ abgeschlossen!

Das Projekt „Transportleitung Stiefingtal“ kann nach etwa sechsjähriger Bauzeit, aufgeteilt in vier Bauabschnitten, als abgeschossen betrachtet werden. Die LFWV erneuerte die komplette Transportleitung durch das Stiefingtal. Knapp 18 km Rohrwasserleitung wurden von St. Georgen an der Stiefing bis nach Pirching am Traubenberg im Ortsteil Edelstauden neu verlegt. Dafür investierte die Leibnitzerfeld etwa € 5,7 Millionen.

Historisch gesehen wurde die LFWV 1973 gegründet und hat noch in den 1970-er Jahren die Transportleitung Stiefingtal vom Brunnen St. Georgen I bis in das ehemalige Gemeindegebiet Krumegg errichtet. „Durch die zunehmende Anschlussdichte und auch durch den Anstieg der Lebensqualität hat sich in diesem Versorgungsgebiet eine permanente Erhöhung vom Wasserbedarf abgezeichnet. Daraufhin hat die LFWV die neue Transportleitung Stiefingtal in den Jahren 2017 bis 2023 in insgesamt 4 Bauabschnitten errichtet“, weiß Projektant Anton Schmidbauer vom Büro für Kulturtechnik und Wasserwirtschaft zu berichten. An dieser wichtigen Transportleitung sind die zentralen Übergabestellen für die Ortsversorgungsleitungen mit Wasserzähler- und Druckregulieranlagen eingebaut.

Der Trinkwasserpreis 2024

„Der wahre Wert unseres Trinkwassers wird bei uns nur im bedingten Maße wahrgenommen. Vielen gilt es als Selbstverständlichkeit, einfach den Wasserhahn aufzudrehen, um unsere wichtigste Lebensgrundlage frei Haus zu erhalten. Und das bis zu 300 Mal günstiger als Wasser aus der Flasche!“, betont GF Franz Krainer.

„Obwohl des relativ günstigen Trinkwasserpreises der LFWV, sind aufgrund steigender Material-, Personal-, Energie- und Finanzierungskosten eine Preiserhöhung von rund € 0,24 für das Jahr 2024 notwendig. Somit erhält man im Zentralraum Leibnitz für € 1,85 (brutto) 1.000 Liter Trinkwasser das bedeutet, der jährliche Wasserverbrauch eines steirischen Musterhaushalts (rund 131 m³) bezahlt monatlich rund € 2,70 mehr als im Jahr davor. Im Vergleich, ein Verlängerter Kaffee kostet durchschnittlich € 2,70 inklusive einem guten Glas Wasser“, rechnet Bgm. Michael Schumacher von der Stadtgemeinde Leibnitz und zugleich Eigentümervertreter der LFWV vor und verweist darauf, dass auch in einem Vergleich der Bezirksstädte Leibnitz preislich im unteren Drittel liege.

Weiterer Ausbau der Photovoltaik-Anlage

Um die gestiegenen Energiekosten in Zukunft senken zu können, ist der Ausbau der bestehenden, klimafreundlichen Photovoltaik-Anlage von 15 kWp auf über 120 kWp an der Unternehmenszentrale geplant. Aufgrund der topografischen Lage des Versorgungsgebietes der LFWV sei, so GF Krainer, ein relativ großer Pump- und Stromaufwand notwendig, um das Wasser bis auf den letzten Hügel zu befördern. „Ende 2024 geht der erste Teil der PV-Anlage in Betrieb. Der produzierte Strom fließt zu 100 % in die Wasserversorgung“, verrät Bgm. Schumacher. 

2. Ausbaustufe des Notstromkonzeptes

Da im Falle eines Blackouts so gut wie alles zum Stillstand kommt, hat sich die LFWV aktiv den Herausforderungen der Zukunft gestellt. „Seit dem Juni 2022 ist die 1. Ausbaustufe des Notstromkonzepts in Betrieb und deckt im Ernstfall bereits rund 70 % unseres Versorgungsgebietes ab. Die bau- und elektrotechnische Planung der 2. Ausbaustufe des Notstromkonzeptes laufen bereits auf Hochtouren. Die Bauumsetzung der weiteren 16 erforderlichen Notstromaggregate ist bis Sommer 2025 geplant. So können wir im Ernstfall alle von uns versorgten 29 Gemeinde bis zu sieben Tage lang mit Trinkwasser beliefern. Die Investitionskosten für diese 2. Ausbaustufe der Blackout-Vorsorge belaufen sich auf rund € 1,7 Millionen. So wollen wir das höchste Maß an Versorgungssicherheit im Blackout-Fall sicherstellen. Mit der Umsetzung dieses Projektes gelingt es uns, das letzte noch fehlende Puzzle-Stück einzusetzen“, berichtet GF Franz Krainer.

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