FCG-Doppelspitze Peter Amreich und Franz Gosch (l.) fordert angesichts verstärktem Homeoffice und Teleworking dauerhaften Unfallversicherungsschutz.

Die Steirischen Christgewerkschafter (FCG) Peter Amreich und Franz Gosch sehen dringlichen Regelungsbedarf für „Teleworker“ und wollen den befristet für Homeoffice erweiterten SV Versicherungsschutz künftig ausdehnen. Aufgrund einer Notverordnung werden seit 11. März 2020 auch jene Arbeitsunfälle durch die Unfallversicherung gedeckt, die sich bei Homeoffice im Haushalt ereignen. Dieser Schutz tritt jedoch spätestens mit Ablauf des 31. Dezember 2020 wieder außer Kraft. Die FCG fordert daher nun den Gesetzgeber auf, dass auch künftig Arbeitnehmer in Homeoffice dauerhaft geschützt werden und setzt sich auch für eine Ausdehnung der Unfallversicherung auf alle Arten von Teleworking ein.

Homeoffice nicht nur im Shutdown

Während der heißen Phase der Covid-19 Pandemie leisteten viele tausende Arbeitnehmer/Innen in Österreich ihre Arbeit im Homeoffice. Dieser Beitrag war wichtig, um die Verbreitung des Virus zu bremsen. Nach der Corona-Krise hat diese Arbeitsform an Bedeutung dazugewonnen, sowohl die Firmen als auch Arbeitnehmer sehen hier einen Mehrwert, welcher künftig zu einem drastischen Anstieg von Homeoffice als Arbeitsform führen wird. Bereits jetzt zeigt sich, dass die Entflechtung von Arbeit und Arbeitsort zunehmen wird, wodurch eine Reihe von flexiblen Arbeitsformen entstehen werden.

Arbeitsunfälle im Homeoffice

„Alle Arbeitsunfälle die im örtlichen, zeitlichen und ursächlichen Zusammenhang mit der Beschäftigung passieren, müssen versichert sein“, verlangt so Peter Amreich, GF Landesvorsitzender der FCG Steiermark. Er verweist darauf, dass neben Homeoffice auch andere Arten von mobiler Arbeit vom Versicherungsschutz umfasst sein müssen!

„Um diese neue Form des Arbeitens zu ermöglichen, ist es notwendig, hier die richtigen Rahmenbedingungen für das 21. Jahrhundert zu schaffen“, ergänzt Franz Gosch, Bundesgeschäftsführer der FCG/GPA-djp.

„Wir wollen, dass der Versicherungsschutz für Teleworker zukünftig dauerhaft verankert wird“, fordern Amreich und Gosch unisono. Ferner fordern die Christgewerkschafter in Bereich der betrieblichen Ebene eine verpflichtende Betriebsvereinbarung für Arbeitnehmer, die Homeoffice in Anspruch nehmen. Diese soll in der Arbeitsverfassung geregelt werden.