In der Steiermark zählt man immer mehr Bio-Bauernhöfe. Mittlerweile wird insgesamt bereits ein Viertel aller landwirtschaftlichen Nutzflächen biologisch bewirtschaftet!

Hierzulande gibt es bereits über 4.000 zertifizierte Bio-Betriebe. „Während die Bio-Pioniere vor Jahren noch belächelt wurden, wird die Bio-Landwirtschaft heute von allen Seiten hoch geschätzt“, so Agrarlandesrat Hans Seitinger über die erfreuliche Entwicklung.

Das Land Steiermark habe, so Seitinger, zur Stärkung der biologischen Landwirtschaft bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählt er etwa das strenge Gentechnik-Vorsorgegesetzt. Mit der verstärkten Verwendung von Bio-Lebensmitteln in der Versorgung öffentlicher Einrichtungen und durch die Unterstützung von Produktentwicklungen werden vom Land Steiermark weitere Schritte für eine starke steirische Bio-Landwirtschaft gesetzt.

Größte BioBauernschule Österreichs

Mit dem Bau der modernsten Bio-Bauernschule Österreichs am Grottenhof wurde bereits begonnen, um den künftigen Hofübernehmern auf den Bio-Höfen eine bestmögliche Ausbildung zu bieten. Dafür investiert das Land Steiermark über 20 Millionen Euro. „Bildung ist jenes Kapital, das auch in der Landwirtschaft die höchsten Zinsen bringt“, betont Landesrat Hans Seitinger den hohen Stellenwert der besten Bildung und Ausbildung für die bäuerliche Jugend.

Wissenswertes zum Bio-Landbau

Der Versorgungsgrad mit Bio-Lebensmitteln hat sich seit dem Jahr 2000 verzehnfacht. Österreichweit wurde 2019 erstmals die Zwei-Milliarden-Euro-Umsatzgrenze überschritten. Besonders bei Milch und Milchprodukten greifen die Österreicher gerne zu Bioqualität. Im Jahr 2020 gab ein Durchschnittshaushalt bereits 190 Euro für Bio-Lebensmittel im Lebensmitteleinzelhandel aus. Das sind schon 33 Euro mehr als noch im Jahr 2019.