Obwohl der Regen ständiger Begleiter bei der jüngsten Herbstfahrt von einigen Mitgliedern des Leibnitzer Oldtimer-Clubs war, tat dies angesichts des gebotenen faszinierenden Ausflugsprogramms keinen Abbruch.

Die Leibnitzer Oldtimer-Piloten und deren Beifahrer und Beifahrerinnen nahmen ihre Ausfahrt vom Treffpunkt am Parkplatz des Naturparkzentrum Grottenhof aus bei Regenwetter in Angriff. Über sanfte Hügeln und entlang der Vulkanland Route 66, der so genannten Straße der Lebenslust, führte die erste Etappe bis nach Bad Gleichenberg, wo der engagierte Projektbetreuer Mario Hofer von Spirit of Regions, das auch für die Südsteirerinnen und Südsteirer die perfekte Tour auf den Spuren der Vulkane mit viel Fachwissen und reich an Highlights organisiert hatte, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Bahnhof herzlich willkommen. Alles begann mit der Geschichte der zahlreichen in diesem Gebiet seinerzeit aktiven Vulkane und einer Einführung in das Thema heutige Thermen- & Vulkanland.

Projektbetreuer Mario Hofer begrüßt am Gleichenberger Bahnhof die Leibnitzer Oldtimerfreunde.

Umstieg vom Oldtimer in den Triebwagen

Mit einem Triebwagen der Gleichenberger Bahn der Steiermärkischen Landesbahnen, die von Einheimischen liebevoll Dschungel-Express genannt wird, fuhren die Mitglieder des Leibnitzer Oldtimer-Clubs gemütlich auf den Schienen der sich dahinschlängelnden Bahntrasse der Tourismus- und Regionalbahnlinie von Bad Gleichenberg über Gnas bis nach Feldbach. Aus dem Zugfenster hinaus eröffnete sich den Passagieren interessante Aus- und Einblicke auf eine sanfte hügelige Landschaft, sowie auf grüne Wälder und vorbei an Äckern. Die Zeit verging wie im Zug und so war man auch schon in der südoststeirischen Bezirkshauptstadt angekommen.

Feldbach und der Tabor

Projektbetreuer Hofer erläuterte im Zuge eines Stadtspaziergangs die historischen Hintergründe für den modernen, bunten Kirchturm Feldbachs, der dem ursprünglichen alten und im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kirchturm nachfolgte.

Für besonderes Staunen bei den Oldtimerfreunden sorgte dann der faszinierende Museumsbesuch im Heimatmuseum im Tabor Feldbach. Die einstige und von der Feldbacher Pfarrkirche umgebene Wehranlage aus dem 15. Jahrhundert beherbergt ein regionales Universalmuseum. Die Sammlungen im Tabor veranschaulichen in 41 Räumlichkeiten und 12 Ausstellungen das Leben in der Südoststeiermark von der Steinzeit bis in die jüngste Vergangenheit. Bei einer Führung durch das Museum unternahmen die Oldies dank besonderer Exponate, wie etwa einer historischen Schulklasse, einer Ölkuh oder einer alten Schusterwerkstätte eine beeindruckende Zeitreise. So konnten sich dann alle gut vorstellen, wie das bäuerliche Leben einer Familie früher beschwerlich gewesen sein mag.

Vor dem Mittagessen im Gasthof Höld-Kaplan spazierte die Besuchergruppe mit Projektbetreuer Mario Hofer noch über den Hauptplatz und durch die reizende Altstadtgasse.

Rückfahrt und geselliger Ausklang

Nach dem Essen erfolgte die Rückfahrt nach Bad Gleichenberg, wo man wieder vom Triebwagen in die Oldtimer umsteigen konnte und den Ausflug vor der Heimfahrt nach Leibnitz noch im Buschenschank Dunkl in Straden bei Speis und Trank in geselliger Runde ausklingen ließ. „Wer eine Reise tut, der kann etwas erzählen“ lautete der einhellige Tenor der Leibnitzer Oldtimerfreunde, die sich noch lange an die wunderbare Ausfahrt in den Südosten unseres Landes erinnern werden.