Unter dem Motto „Starke Region, Starke Gemeinden – optimistisch in die Zukunft“ gaben NRAbg. ÖVP BPO Bgm. Joachim Schnabel, LAbg. LWK-Bezirksobmann Gerald Holler und WKO Obmann Johann Lampl im Restaurant „Ranninger am Grottenhof“ ein starkes Bekenntnis für wirtschaftlichen Optimismus ab.

„Wir haben die erste Welle der Covid-19-Pandemie in Österreich dank der Mitwirkung aller und der raschen Reaktion der Bundesregierung gut gemeistert. Wir sind im Gesundheitswesen in der Region gut aufgestellt“, bilanziert NRAbg. Bgm. Schnabel. 

Mit verschiedensten Maßnahmen, so Schnabel, soll die Region in der aktuellen Post-Coronaphase so rasch wie möglich zurück auf die Spur gebracht werden. „Die ersten Hilfen und Maßnahmen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Bei der Kurzarbeit gibt es gute Rückmeldungen. Die Hilfen im Zuge von Rettungspaketen kommen an“, resümiert Schnabel. Jetzt gehe es darum, „unsere Region durch kluge und zielgerichtete Maßnahmen, mit zahlreichen Investitionen und mit Optimismus auf die Überholspur zu bringen. In einer Sondersitzung des Nationalrates am Dienstag, dem 30. Juni  werde das Parlament eine Gemeinde-Milliarde und ein 15 Milliarden schweres Konjunkturpaket beschließen.

„Damit es uns auch wirtschaftlich gut geht, müssen Bund, Land und Gemeinden für Anreize sorgen, um die Krise auch wirtschaftlich gut zu meistern! Es gilt in Zukunft, den Optimismus zu bewahren und der Krise entgegenzusteuern. Dafür sind eine gute Stimmung und entsprechende Stimulation der wirtschaftlichen Entwicklung notwendig“, fordert der südsteirische Nationalrat. Als Beispiel erwähnt Schnabel, dass das südsteirische Weinland gerade einen touristischen Boom erlebe.

Hilfen für regionale Wirtschaft 

„Die Wirtschaft hat vor Corona gebrummt und einen Fachkräftemangel gehabt. Von den 4 Millionen Erwerbstätigen in Österreich waren von Corona schlagartig 2 Millionen Arbeitnehmer betroffen, Darunter 600.000 Arbeitslose und 1,4 Millionen in Kurzarbeit. Mein Dank gilt  ganz besonders den Mitarbeitern der Wirtschaftskammer, die mit der Abwicklung der Hilfsgelder aus dem Härtefall-Fonds für Unternehmer betraut wurden. In der 1. Phase konnten in der Steiermark von 20.492 Anträgen bis zu 94 Prozent positiv erledigt werden. In der 2. Phase, wo es maximal drei Mal bis zu 2000 Euro pro Monat Euro gibt, waren es bereits 35.134 Anträge mit einer ähnlich hohen Zahl an positiv erledigten Fällen“, rechnet WKO Obmann Lampl vor.  In der ersten und zweiten Phase der Hilfen gehe es um den raschen Erhalt der Liquidität der Unternehmen. In der nächsten Phase und in der weiteren Zukunft, so der WKO-Obmann, täten Staat und Regierung alles, um allen zu helfen!  WKO-Obmann Lampl.

So werde in Gastronomie, Kultur und Medien bis Jahresende die Umsatzsteuer auf 5% gesenkt, damit Unternehmen, wie Buschenschänken, Kulturveranstaltungen oder Zeitungen mehr Geld bleibe.
Als weitere Hilfen zum Zweck des Liquiditätserhalts der regionale Wirtschaft führte Lampl den einmaligen so genannter „Verlustrücktrag“ (Verluste aus 2020 können mit davor erzielten Gewinnen gegengerechnet werden), Kreditvorleistungen des Staates, den um 6 Monate verlängerten Fixkostenzuschuss oder bis zu 15.000 Euro aus dem Härtefallfonds ins treffen.

Land- und Forstwirtschaftspaket 

„Zu Beginn der Coronakrise dominierte die Angst, zu wenig zu essen oder zu trinken zu haben! Die heimische Landwirtschaft hat die Versorgung geschafft“, betont LAbg. Gerald Holler. Damit die österreichische Landwirtschaft ihre Aufgabe, Österreich zu ernähren, erfüllen könne, müssten die Betriebe in Produktion bleiben. „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir seit dem EU-Beitritt Österreichs in der Süd-, Südost- und Weststeiermark 60 % der landwirtschaftlichen Betriebe verloren haben. Deshalb braucht es ein Entlastungs- und Investitionspaket für die Land- und Forstwirtschaft in der Höhe von 400 Millionen, wovon Bäuerinnen und Bauern in den Regionen und Gemeinden profitieren, so LAbg. Holler. Konkret nannte der Bauernverteter die Angleichung der Krankenversicherungs-Mindestbeitragsgrundlage an das allgemein gültige Niveau für Versicherte. Aber auch die Anhebung der Umsatzgrenze für landwirtschaftliche Nebentätigkeiten auf 40.000 Euro, wovon unter anderem landwirtschaftliche Betriebe mit Direktvermarktung, oder Kommunaldienstleistungen direkt profitieren.
Unterstützung erwartet sich LAbg. Holler bei derv Wiederaufforstung nach Schadensereignissen und bei der Errichtung einer Forschungsanlage zur Erzeugung von Holzgas (SNG)
und Treibstoffen aus Holz als Beitrag für die Selbstversorgung und neuer Absatzmöglichkeiten für Schadholz. 

Investitionen & Förderungen in Region & Gemeinden 

„Investitionen in der Region und in den Gemeinden sichern Arbeitsplätze und schaffen regionale Wertschöpfung“, so NRAbg. Schnabel. Im Rahmen der  Gemeindemilliarde übernimmt der Bund übernimmt für Projekte in den Gemeinden bis zu 50% der Kosten. „Für die Kommunen im Bezirk Leibnitz sind insgesamt rund 8,85 Mio. Euro veranschlagt“, weiß Schnabel
Als wirtschaftsfördernde Maßnahme wird eine befristete Investitionsprämie eingeführt. Ab 1. Juli 2020 besteht die Möglichkeit einer degressiven Abschreibung. So können Investitionen im ersten Jahr in der Höhe von 30% abgeschrieben werden.  Ferner wird es eine Sanierungsoffensive für Gebäude in Form von Investitionen in thermisch-energetische Sanierung sowie den Heizkesseltausch für Gewerbliche und Private geben
 Zusätzliche werden Mittel auch für den Breitbandausbau bereitgestellt. Hein Hilfspaket soll alle gemeinnützigen Vereine (bundesweit 700 Millionen Euro für Vereine) finanziell helfen.