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Bio-Newcomer 2026: Drei steirische Bio-Betriebe stehen im Finale

  • vor 1 Stunde
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Junge Betriebsführer:innen, neue Ideen und ein klares Bekenntnis zur biologischen Landwirtschaft: Drei innovative Biohöfe aus der Steiermark, wie das Weingut Fischer aus Sankt Anna am Aigen, sind für den Award „Bio-Newcomer 2026“ nominiert. Seit gestern (11. Mai) entscheidet das Publikum, wer den Titel gewinnt.


Rund ein Viertel der steirischen Landwirt:innen ist unter 40 Jahre alt, auf vielen Höfen steht ein Generationenwechsel bevor. Drei dieser engagierten Betriebe stehen heuer im Finale des Awards „Bio-Newcomer 2026“ von BIO AUSTRIA Steiermark. Sie haben in den vergangenen Jahren auf Bio umgestellt oder einen bestehenden Bio-Betrieb mit neuen Ideen weiterentwickelt.


„Der Award macht sichtbar, wie engagiert und zukunftsorientiert die nächste Generation der Bio-Landwirtschaft arbeitet“, erklärt Thomas Gschier, Obmann von BIO AUSTRIA Steiermark.


Das sind die Finalist:innen 2026


Drei Betriebe wurden nach einem öffentlichen Bewerbungsaufruf von einer Jury ausgewählt, um die steirische Bio-Jugend nach außen hin zu präsentieren. Im Finale stehen das Bio-Weingut Fischer (St. Anna am Aigen), der Biobauernhof Loidl (Kaindorf bei Hartberg) sowie der Biohof Holzer (Joglland). Die drei Finalist:innen zeigen, wie vielfältig, innovativ und zukunftsorientiert die Bio-Landwirtschaft in der Steiermark heute ist.


Fischer Weingut | Bernhard und Klaus Fischer, Sankt Anna am Aigen


Wer mit den Bio-Winzern Bernhard und Klaus Fischer durch ihre Weingärten spaziert, wird höchstwahrscheinlich von der Faszination der beiden Brüder rund um den Bio-Wein und die Böden der Region angesteckt. Die Weinreben wachsen auf einer Kombination aus Kalksandstein, Basalt und vulkanischem Verwitterungsmaterial – ein Überbleibsel des einstigen Urmeers und der ehemals über vierzig aktiven Vulkanen der Region. Aus einem kleinen Familienweingarten von rund 1 Hektar entstand ab 2007 Schritt für Schritt ihr Bio-Weingut. Im Weingarten setzen Bernhard und Klaus auf Handarbeit, Artenvielfalt und gesunde Böden. Nützlinge, Begrünung und vorausschauende Bewirtschaftung sind zentral.



Für die eigenen Weine werden die Trauben per Hand selektiert, schonend gepresst und mit Naturhefen vergoren. Im Keller reift der Wein größtenteils in gebrauchten Holzfässern. Besonders wird darauf geachtet, dass der Wein möglichst lange im Keller verweilen darf. Am Schluss landet der Großteil ihrer Weine unfiltriert in der Flasche.

 

Klaus und Bernhard Fischer sind sich einig. Wein ist für sie mehr als ein Produkt - es ist eine Haltung. Am Anfang war nur ein Hektar Familienweingarten auf der Ried Schemming - und eine Vision. Handwerkliche Weine, im Ausdruck ihrer Herkunft. Seit 2015 arbeiten sie biologisch. mit Fokus auf Morillon und Sauvignon Blanc. Die Weinlinie hat sich seitdem um die Ried Stradenberg und Riesling erweitert. Der Grundgedanke bleibt gleich: Herkunft schmeckbar machen. Kompromisslose Handarbeit im Weingarten bilden die Basis, Geduld und Zuversicht bereiten den Weg. Ihr Weinstil ist leise statt laut, präzise statt poliert. Die Weine bekommen Zeit - Ortsweine reifen mindestens ein Jahr. Lagenweine oft drei.


Im Keller herrscht Minimalismus mit maximalem Vertrauen: Spontangärung mit Naturhefen, keine Zusätze, keine Filtration. Die Brüder begleiten, statt zu steuern. Was entsteht, darf sich entwickeln. nicht funktionieren. Herkunft, Handarbeit und eine klare Haltung machen ihre Weine unverwechselbar.

 

Biohof Holzer | Sonja und Thomas Holzer, Joglland



Auf dem Biohof von Sonja und Thomas Holzer leben seit 2025 bis zu 9.600 Bio-Masthühner mit viel Platz, Auslauf und biologischem Futter. Ein Energiewald aus Pappeln und Weiden schützt die Hühner im Freien. Außerdem gehören Mutterkühe mit ihren Kälbern und Honigbienen zum vielfältigen Betrieb.

 

Biobauernhof Loidl | Familie Loidl, Kaindorf



Der Biobauernhof Loidl gehört zu den Pionieren des steirischen Bio-Obstbaus und wird heute von Tobias Loidl bewirtschaftet. Auf rund 22 Hektar wachsen über 30 Apfelsorten sowie Pfirsiche, Brombeeren und Holunder. Die Ernte wird als Frischobst verkauft oder zu Säften, Essigen, Cider, Edelbränden und Sirup weiterverarbeitet. Der Hof verzichtet bewusst auf Hagelnetze und entstehen Brot aus eigenem Getreide, Mehl und Haferflocken.

 

Publikum entscheidet über den Sieg


Das Rennen um den Titel „Bio-Newcomer 2026“ wird im Rahmen eines öffentlichen Votings entschieden. Von 11. Mai bis 5. Juni 2026 (12 Uhr) kann täglich auf der Website von „Bio-Newcomer“ abgestimmt werden. Die Preisverleihung findet am 10. Juni 2026 im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung statt.


Starke Partner für eine starke Bio-Landwirtschaft


Der Award wird von bedeutenden Akteuren der steirischen Bio-Landwirtschaft unterstützt. Besonderer Dank gilt der Firma Lugitsch sowie dem Hauptmedienpartner Kleine Zeitung und Medienpartner Antenne Steiermark.


Fotocredits: BIO AUSTRIA Steiermark
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