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ChatGPT und Co. in der HTBLA Kaindorf: Wie verändert Künstliche Intelligenz das Lernverhalten?

  • vor 5 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) hat in der HTBLA Kaindorf schon früh Einzug gehalten. Im Gespräch erzählen Direktorin Dipl.-Ing.in Dr.in Maria Graßmugg und fünf Schüler:innen aus dem Informatik-Zweig der höheren technischen Schule von den Anwendungsfällen, Fortschritten und Herausforderungen mit ChatGPT und Co.

 

Künstliche Intelligenz (KI) wird von Schüler:innen und Lehrer:innen an der HTBLA Kaindorf breit genutzt. Von der Erstellung von Übungsmaterial für Tests über Zusammenfassungen bis hin zu Tipps bei der Fehlersuche beim Programmieren ist alles dabei. Im Gegenstand „Data Science und Artificial Intelligence“ soll der richtige Umgang mit KI-Systemen vermittelt werden. „Im Fach DSAI lernen wir genau, wie KI aufgebaut ist und wie sie Entscheidungen trifft. Das ist eine gute Grundlage, damit man besser versteht, ob man dem System vertrauen kann oder nicht,“ so Schüler Julian Hofmann. Der technische Schwerpunkt in der HTL sei laut Direktorin Graßmugg definitiv ein Vorteil im Umgang mit KI - 60 % der Fächer sind technische Gegenstände. Sie betont: „Die Schwierigkeit liegt darin, dass die Jugendlichen lernen müssen, die KI richtig zu verwenden.“ Das sei wichtig, damit die Schüler:innen die Ergebnisse, die ihnen eine KI liefert, auch überprüfen können. Nicht alles, was eine KI schreibt, stimmt. Um zu verhindern, dass Aufgaben rein mit KI gelöst werden, führen die Lehrpersonen sogenannte Code Reviews durch. Dabei müssen die Jugendlichen ihr Vorgehen bei der Hausübung erklären, und dadurch ihr Verständnis unter Beweis stellen.

 


KI kann Lernen zum Positiven verändern


Die Schüler:innen Helene Krickl, Luisa und Carla Schreiber, Nico Haring und Julian Hofmann aus der 13. Schulstufe verwenden KI-Systeme wie ChatGPT und Gemini für die Schule und privat. Sie finden, dass sich das Lernverhalten durch die unterstützende Funktion von KI prinzipiell zum Positiven verändert hat - das hänge aber auch stark mit der Lern-Motivation der einzelnen Schüler:innen zusammen. Von Seiten der Lehrer:innen wird der Einsatz von KI begrüßt und auch mit fächerspezifischen Fortbildungen unterstützt. „Die meisten Lehrer sind positiv gestimmt und ermutigen uns dazu, KI als Hilfestellung zu verwenden,“ so Julian Hofmann.

 

Kein Ersatz fürs Bücher Lesen


KI bedeutet für die Schüler:innen vor allem Zeitersparnis. Carla Schreiber findet KI bei der Erstellung von Arbeits-Anleitungen viel praktischer, als lange im Internet danach zu suchen. Auch in der Recherche sei es schneller, sich von ChatGPT Artikel vorschlagen zu lassen. Dabei erkenne man gut, ob Quellen echt sind, wenn man Autor und Quelltext überprüft. Auf Social Media sei es anders: es ist fast nicht mehr zu erkennen, ob Videos echt oder oder mit KI generiert sind. Luisa Schreiber findet KI vor allem praktisch für Erklärungen und Zusammenfassungen. „Wenn du beim Programmieren einen Fehler nicht verstehst, sagt dir die KI, was der Grund für den Fehler sein könnte.“ Aber nicht überall ist schneller auch besser: Ein Buch für Deutsch zu lesen sei laut Helene Krickl viel verlässlicher als von KI eine Zusammenfassung erstellen zu lassen, in der Namen und Handlung falsch wiedergegeben werden.


 

Lehrer:innen essenziell fürs Klassenzimmer


Laut Direktorin Graßmugg sei das Essenzielle in der Schule „die Lehrperson, die im Klassenzimmer sitzt und die Schüler begeistert und motiviert“. Denn Lernen könne nur dann gelingen „wenn eine gute Arbeitsatmosphäre herrscht und wenn sich die Jugendlichen wohlfühlen.“ Sie wünscht sich mit Blick auf die Zukunft, dass KI von den Lehrpersonen eingesetzt wird, sodass die Jugendlichen lernen, KI richtig zu verwenden. „Die Schule bereitet die Jugendlichen auf das Leben danach vor, egal in welchem Beruf sie tätig sind, die KI wird sie immer begleiten.“



Fotocredits: Veronica Holl, Pixelmaker
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