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Fit für die Schule: Gutes Hören und Sehen als Schlüssel für den Lernerfolg

  • 27. Aug. 2025
  • 2 Min. Lesezeit



Langsam enden die Sommerferien und damit rücken die Vorbereitungen auf das neue Schuljahr wieder in den Fokus. Neben Stiften, Heften und Schultasche sollte dabei auch eines auf die Checkliste: ein Hör- und Sehtest.


Kinder nehmen Lerninhalte vor allem über Augen und Ohren auf. Nur wer gut hört und sieht, kann somit dem Unterricht konzentriert folgen und schulisch erfolgreich sein. Schon geringe Defizite in diesen Sinnesbereichen können sich auf Konzentration, Motivation und schulische Leistungen auswirken. Da sich Seh- oder Hörprobleme bei Kindern oft schleichend entwickeln, betonen Expert:innen, wie auch die Weltgesundheitsorganisation WHO, die Wichtigkeit von Seh- und Hörtests im Kindesalter – speziell vor dem Eintritt in die Schule.


Frühe Erkennung einer Sehschwäche entscheidend

Besonders im Schuleintrittsalter nehmen Fälle von Kurzsichtigkeit (Myopie), die häufigste Augenerkrankung im Kindesalter, deutlich zu. Fachleute sprechen auch von einer "Schulmyopie", da die Augen in dieser Zeit besonders gefordert sind. Um eine Verschlechterung der Sehleistung zu verhindern, ist ein frühzeitiges Gegensteuern wichtig. Dies gelingt durch spezielle Augentropfen, Brillen oder Kontaktlinsen bei älteren Kindern.


Anzeichen für eine Sehschwäche bei Kindern können sein, dass sie Bücher sehr dicht vor das Gesicht halten, Schwierigkeiten haben, Buchstaben auf der Tafel klar zu erkennen, häufig über Kopfschmerzen oder Müdigkeit klagen oder Probleme haben, sich länger zu konzentrieren.


Hörschwäche: Das stille Lernhindernis

Etwa jedes sechste Kind im Vorschul- und Schulalter hat eine Hörschwäche. Diese kann unter anderem die Sprachentwicklung beeinträchtigen und damit einen nachhaltigen negativen Einfluss auf das Lernen haben. Indikatoren für ein Hörproblem können unter anderem ein verzögerter Beginn der Sprachentwicklung, undeutliche Aussprache, Kontaktprobleme oder aggressiveres Verhalten sein. Ein einfacher Hörtest gibt schnell Klarheit – und kann verhindern, dass Kinder im Unterricht den Anschluss verlieren.



Fazit: Gutes Hören und Sehen sind zentrale Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen. Expert:innen empfehlen daher, vor dem Schulbeginn routinemäßig einen Hör- und Sehtest machen zu lassen. Frühzeitige Diagnose kann nicht nur schulischen Problemen vorbeugen, sondern ist auch entscheidend für eine gesunde Entwicklung des Kindes.


Was Eltern tun können:

  • Täglich mind. 1-2 Stunden ins Freie: Kinderaugen brauchen viel „Weitblick“

  • Auf gutes Licht beim Lesen achten

  • Handyzeit einschränken. Die Empfehlung liegt bei 30 bis 45 Minuten pro Tag

  • Auf erste Anzeichen einer Seh- oder Hörschwäche achten

  • Seh- und Hörtests rechtzeitig vor oder zu Beginn des Schuljahres durchführen lassen

  • Falls erforderlich: Konsequentes Tragen des Hilfsmittels wie Brille oder Hörgerät


Fotocredits: iStock (Titelbild), Daria Artemenko (Bild im Text)



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