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Jugendschutz: Land Steiermark startet digitale Kampagne


Michael Zimmer (Agentur „Glddggrs“), Jugendlandesrätin Simone Schmiedtbauer und Kerstin Dremel (Leiterin Referat Jugend) (v.l.) präsentierten die neue Jugendschutzkampagne „YOLO“. Foto: © Land Steiermark/Robert Binder


© Land Steiermark/Robert Binder;


Eine neue Kampagne soll steirische Jugendliche stärken und Risiken, die (auch) in der digitalen Welt lauern, bewusst machen.


Cyber Grooming lauert im Internet


Sucht, Gewalt an und von Jugendlichen oder sogenanntes Cyber Grooming, also etwa das Weiterschicken von Nacktbildern im Internet – die Risiken, denen sich jüngere Generationen ausgesetzt sieht, sind vielfältig. Gerade in den letzten Wochen haben diese negativen Themen die mediale Berichterstattung über junge Menschen dominiert und zeigen ein besorgniserregendes Bild. Hier gilt es, auf allen Ebenen gegenzusteuern.


Jugendliche auf Gefahren aufmerksam machen


Das Land Steiermark startet mit „YOLO“ eine Kampagne, um Jugendliche gezielt auf die Gefahren aufmerksam zu machen und junge Menschen dabei zu unterstützen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Auf digitalen Plattformen werden die sieben Themenfelder Alkoholkonsum, Rauchen, Nikotinbeutel, Drogen, sexualisierte Gewalt, Cyber Grooming und jugendgefährdende Medien aufgegriffen und in einem jugendfreundlichen Format thematisiert.



„Wir möchten die Jugendlichen dort abholen wo sie sind: auf Youtube, Instagram oder anderen digitalen Plattformen. Dabei setzen wir auf neue Formate, mit denen wir in plattformtypischer Aufbereitung schwierige oder aufrüttelnde Inhalte möglichst leicht zugänglich machen wollen. Das Motto YOLO (You Only Live Once/man lebt nur einmal) soll dazu aufrufen, gerade keine Entscheidungen zu treffen, die man auf lange Sicht bereut, denn dafür ist das eine Leben, das man hat, zu kostbar. Junge Erwachsene brauchen das richtige Rüstzeug und das nötige Wissen, um sich selbst davor zu schützen, Täter oder Abhängige zu werden“, betonte Jugendlandesrätin Simone Schmiedtbauer bei der Vorstellung der neuen Kampagne im Medienzentrum Steiermark.


Steirische Jugendstrategie


„In der Steirischen Jugendstrategie nimmt der Jugendschutz einen wichtigen Platz ein und es sollen darin die Präventionsarbeit, Aufklärung und Bewusstseinsbildung zentrale Elemente sein. Die Einhaltung von Jugendschutzbestimmungen und Altersgrenzen gemäß dem Steiermärkischen Jugendgesetz bieten bereits einen verbindlichen rechtlichen Rahmen für den Umgang mit vielen Risiken und Gefahrenquellen. Jugendschutz geht aber weit darüber hinaus. Er zielt präventiv darauf ab, Jugendliche zu stärken und zu befähigen, Gefahren und Risiken richtig einzuschätzen, eigenverantwortlich und kompetent mit ihnen umzugehen und diese im Idealfall zu vermeiden. Damit Jugendliche also sicher aufwachsen können, sind ‚Verbote‘ nicht alles. Es braucht Prävention in Form vielschichtiger Informations- und Bildungsangebote, die auf die generelle Stärkung von Jugendlichen gerichtet sind und ebenso ihr Umfeld und ihre Bezugspersonen ansprechen! Jugendliche sollen damit eine eigene, bewusste und reflektierte Haltung gegenüber jugendgefährdenden Situationen, Gefahren und Risiken entwickeln und somit ihr Verhalten selbstbestimmt setzen", sagt Kerstin Dremel, Leiterin des Referats Jugend des Landes Steiermark.


Authentische Kurzvideos auf sozialen Medien


„Mittels authentischer Kurzvideos auf sozialen Medien wird betont, wie wichtig die richtigen Entscheidungen sind. Auch wird der Konflikt, welchen Jugendliche oftmals innerlich verspüren, visualisiert. Der Terminus ‚YOLO‘ (You Only Live Once) unterstreicht die Bedeutung jeder Entscheidung. Jugendliche werden ermutigt, bewusste Entscheidungen zu treffen, um ihr Leben zu schützen. Die Kampagne zielt darauf ab, ein Bewusstsein für die Gefahren zu schaffen und junge Menschen zu befähigen, informierte Entscheidungen zu treffen. Wir arbeiten mit Jugendsprache, Authentizität und sind da wo die Jugendlichen sind: nämlich in den Feeds der sozialen Medien“, erklärt Michael Zimmer von der Agentur „Glddggrs“, die die Kampagne für das Land Steiermark umsetzt. 


Fotocredit: © Land Steiermark/Robert Binder

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