JVP: Generationengerechtigkeit darf keine Einbahnstraße sein
- vor 2 Tagen
- 1 Min. Lesezeit

Die Junge Volkspartei Steiermark reagiert mit deutlicher Kritik auf die aktuellen Proteste von Seniorenvertretern gegen eine geplante Pensionsanpassung knapp unter der Inflationsrate.
„Österreich steht vor großen budgetären Herausforderungen, und es ist richtig, dass alle Teile der Gesellschaft ihren Beitrag leisten. Umso wichtiger ist es, dass diese Solidarität auch generationenübergreifend gilt. Eine Debatte, die 0,25 Prozentpunkte unter der Inflation als unzumutbar darstellt, während andere Gruppen deutlich größere Einschnitte akzeptieren müssen, wird der nötigen Fairness nicht gerecht.“, kritisiert Landesobfrau der JVP Steiermark Carolin Kogler.
Respekt vor Lebensleistung – aber ehrliche Diskussion notwendig
Dabei betont die JVP ausdrücklich, dass gerade bei niedrigen Pensionen besonders sensibel vorgegangen werden müsse. „Es geht nicht darum, Pensionist:innen ihre Lebensleistung abzusprechen. Viele Menschen haben dieses Land über Jahrzehnte aufgebaut und verdienen Sicherheit im Alter“, betont Kogler.
Gleichzeitig brauche es aber endlich Ehrlichkeit in der Debatte über die Finanzierbarkeit des Systems. Arbeitnehmer:innen tragen die Hauptlast der Finanzierung des Pensionssystems, kämpfen mit steigenden Wohn- und Lebenskosten und werden voraussichtlich selbst vielfach keine Gehaltsabschlüsse erhalten, die die Inflation vollständig ausgleichen können, so die JVP. Wenn in vielen Bereichen gespart werden muss, könne das Pensionssystem nicht völlig ausgenommen werden. Generationengerechtigkeit bedeute, dass notwendige Beiträge von allen Teilen der Gesellschaft getragen werden.
System langfristig sichern
Die JVP Steiermark fordert mehr Fairness zwischen den Generationen und nachhaltige Reformen, damit das Pensionssystem auch für junge Menschen langfristig finanzierbar bleibt. Notwendige Sparmaßnahmen können nur funktionieren, wenn alle Teile der Gesellschaft bereit sind, einen fairen Beitrag zu leisten.
„Unser Ziel muss ein gerechter Generationenvertrag sein, solidarisch gegenüber älteren Menschen, aber auch fair gegenüber den Generationen die nachkommen, welche dieses System finanzieren müssen.“ so die abschließende Forderung der JVP- Landesobfrau.



