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Neue Sonderausstellung „Blühende Felder“

  • vor 13 Minuten
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Kürbis, Käferbohne, Kartoffel, Mais und Lein: Blühende Nutzpflanzen sind Thema der neuen Ausstellung im Landwirtschaftsmuseum in Schloss Stainz.


Eine Fahrt ins Blaue im Landwirtschaftsmuseum Schloss Stainz erzählt die Geschichte fünf blühender Nutzpflanzen: über ihre Ursprünge, ihre globale Verbreitung, ihren Weg in die steirische Küche – und die Herausforderungen, die der Klimawandel für die Landwirtschaft heute bedeutet. Die Ausstellung ist Teil des Themenschwerpunkts BLOOM im Universalmuseum Joanneum.


Mais aus Mexiko, Kartoffeln aus den Anden, Käferbohnen aus Mittelamerika: Was heute selbstverständlich auf dem steirischen Speiseplan steht, hat eine Geschichte, die untrennbar mit Kolonialismus, globalem Pflanzentransfer und wirtschaftlichen Ungleichgewichten verbunden ist. Blühende Felder beleuchtet fünf Pflanzen – Lein, Kartoffel, Käferbohne, Kürbis und Mais – von ihrer Herkunft bis zu ihrer Rolle in der heutigen Landwirtschaft. Historische Objekte, wissenschaftliche Exponate und künstlerische Positionen verbinden dabei Kulturgeschichte, Botanik und aktuelle Fragen rund um Klimawandel und Artenvielfalt.



„Für jede dieser Pflanzen spannt die Ausstellung einen Bogen von der Kulturgeschichte und der Bedeutung für die indigene Bevölkerung bis zur Aneignung durch Entdecker und Eroberer und ihrer Etablierung in Europa. Doch Blühende Felder bleibt nicht im Historischen stehen: Die Ausstellung richtet den Blick ebenso auf Gegenwart und Zukunft der Landwirtschaft. Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Extremwetter stellen die Landwirtschaft vor große Herausforderungen. Gerade deshalb wollen wir diese Themen nicht nur wissenschaftlich vermitteln, sondern auch sinnlich erfahrbar machen – durch Objekte, künstlerische Interventionen und neue Perspektiven auf scheinbar Bekanntes“, erklärt Barbara Müller, Leiterin der Museen in Schloss Stainz und Kuratorin der Ausstellung.


So reicht die Vielfalt der gezeigten Objekte von historischen Illustrationen der Kürbispflanze über eine Ölpresse aus dem 19. Jahrhundert und Geräte zur Herstellung von Bauernleinen sowie hitztolerante Bonela-Bohnen, die aktuell von der Saatzucht Gleisdorf gezüchtet werden, bis hin zu 3D-Modellen von Schädlingen, die den Einfluss des Klimawandels auf die Landwirtschaft anschaulich machen.


„Blühende Felder“ ist am Samstag, dem 9. Mai, um 11 Uhr eröffnet worden. Begleitend zur Ausstellung werden über die gesamte Laufzeit hinweg Rundgänge und Kuratorinnenführungen angeboten. Am 28. Juni ist der Eintritt im Rahmen des Programmschwerpunkts BLOOMen im Juni frei.



Fotocredits: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek, Wien
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