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Renaturierungspreis 2026:Grüne holen Naturprojekte vor den Vorhang

  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit
Tiny Forest im Innenhof bei Mosaik in der Wiener Straße mit Sandra Krautwaschl, Ruth Jaroschka & Leonore Gewessler
Tiny Forest im Innenhof bei Mosaik in der Wiener Straße mit Sandra Krautwaschl, Ruth Jaroschka & Leonore Gewessler

 

Ob Balkon, Garten oder Landwirtschaft: Viele Menschen in der Steiermark setzen Schritte für mehr Natur und Artenvielfalt. Genau diese Initiativen holen die Grünen heuer wieder vor den Vorhang – mit dem steirischen Renaturierungspreis.

 

Grünen: „Nach dem großen Zuspruch beim ersten Durchgang 2024 – 103 Projekte wurden damals eingereicht – wird der Preis nun zum zweiten Mal vergeben. Ausgezeichnet werden Projekte, die zeigen, wie Renaturierung ganz konkret vor Ort gelingen kann – und wie sie unsere Lebensqualität verbessert.“

 

Leonore Gewessler: „Wir holen uns zurück, was verloren gegangen ist“

 

Für die Bundessprecherin der Grünen, Leonore Gewessler, ist klar: „Wenn wir über Renaturierung reden, reden wir nicht über keine Kleinigkeit. Es geht um unser Wasser, unsere Böden, unsere Lebensqualität – darum, ob wir in der Steiermark auch in Zukunft gut leben können.“

 

Gewessler erinnert daran, dass vor zwei Jahren beim Rat der EU‑Umweltminister:innen in Luxemburg das europäische Renaturierungsgesetz nur mit Österreichs Ja zustande gekommen seien: „Ich habe damals Ja gesagt, weil dieses Gesetz erstmals klare Ziele bringt. Und wenn wir wissen, was zu tun ist, dann müssen wir anpacken.“

 

Genau hier setzt ihre Kritik an: „Wir haben einen Auftrag bei Renaturierung – und gleichzeitig werden Milliarden in Projekte gesteckt, die Natur zerstören: von Autobahnen durch die Lobau bis zu zusätzlichen Spuren auf der A9, für die wieder fruchtbare Böden zubetoniert werden. Das passt nicht zusammen. Gerade deshalb ist der Renaturierungspreis so wichtig: Hier sehen wir Projekte, die nicht auf die nächste Ankündigung warten, sondern einfach anfangen – und zeigen, dass Renaturierung ganz konkret vor Ort wirkt.“

 

Bis spätestens 1. September 2026 müsste Österreich konkrete Wiederherstellungspläne an die EU vorlegen. Auch die Steiermark sei gefragt, dazu ambitionierte und wirksame Maßnahmen beizutragen.

 

Sandra Krautwaschl: „Viele wollen etwas beitragen – wir geben ihnen eine Bühne“

 

Für Sandra Krautwaschl, Klubobfrau der steirischen Grünen, sei der Renaturierungspreis ein bewusst gesetztes Signal. „Der Zuspruch beim ersten Durchgang war enorm. Das zeigt: Viele Menschen wollen ihre Umgebung aktiv mitgestalten. Sie holen Natur zurück – im Kleinen wie im Großen.“

 

Der Preis ist mit insgesamt 9.000 Euro dotiert und wird in drei Kategorien vergeben: Garten, Land- und Forstwirtschaft sowie Vereine & NGOs. Einreichen können alle volljährigen Personen mit Projekten in der Steiermark. Einreichschluss ist der 24. Mai 2026.

 

Projektbeispiel: Tiny Forest mitten in Graz

 

Wie das konkret aussehen kann, zeigt ein ausgezeichnetes Projekt aus dem ersten Durchgang: der „Tiny Forest“ im Garten der Mosaik GmbH in Graz. Geschäftsführerin Ruth Jaroschka beschreibt die Idee so: „Wir wollten zeigen, dass auch kleine Flächen Großes bewirken können. Unser Tiny Forest schafft Lebensraum für viele Arten – und gleichzeitig einen Ort, an dem Menschen gerne Zeit verbringen.“



Quelle: Die Grünen Steiermark

Fotocredits: Die Grünen Steiermark
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