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Schmiedtbauer: Vergünstigte Mehrwertsteuer nur für heimische Lebensmittel!

  • la6098
  • vor 2 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit



„Wenn der Staat Lebensmittel steuerlich begünstigt, dann muss dieses Instrument gezielt der heimischen Landwirtschaft zugutekommen“, fordert die Obfrau des Steirischen Bauernbundes, Landesrätin Simone Schmiedtbauer. Der heute angekündigte vergünstigte Mehrwertsteuertarif von fünf Prozent auf Grundnahrungsmittel dürfe keinesfalls dazu führen, dass importierte Produkte aus Drittstaaten – oft unter deutlich niedrigeren Umwelt-, Tierwohl- und Sozialstandards – zusätzlich bevorteilt werden.


Regionalität fördern

Gerade nach dem Abschluss des Mercosur-Handelsabkommens sei es dringend notwendig, gezielte Maßnahmen zum Schutz der heimischen Landwirtschaft und zur Begünstigung regionaler und saisonaler bäuerlicher Erzeugnisse einzuziehen. „Unsere Bäuerinnen und Bauern erfüllen höchste Standards in Umwelt-, Klima- und Tierschutz. Es ist nicht akzeptabel, dass gleichzeitig Lebensmittel aus Übersee mit fragwürdigen Produktionsbedingungen über Steuerbegünstigungen indirekt gefördert werden“, so Schmiedtbauer.


Transparenz für mehr Fairness

Der Steirische Bauernbund fordert daher klar, den vergünstigten Mehrwertsteuersatz ausschließlich auf heimische Lebensmittel anzuwenden. Dies wäre ein wirksames und treffsicheres Instrument, um regionale Wertschöpfung zu stärken, Versorgungssicherheit zu sichern und bäuerliche Familienbetriebe nachhaltig zu unterstützen. Darüber hinaus bekräftigt Schmiedtbauer ihre langjährige Forderung nach einer verpflichtenden, europaweit einheitlichen Herkunftskennzeichnung für Lebensmittel – in der Gemeinschaftsverpflegung, Gastronomie und bei verarbeiteten Produkten. „Transparenz ist die Voraussetzung für faire Kaufentscheidungen. Konsumentinnen und Konsumenten haben ein Recht darauf zu wissen, woher ihre Lebensmittel kommen“, betont Schmiedtbauer.


Absicherung der heimischen StandardsGerade im Lichte internationaler Handelsabkommen wie Mercosur brauche es klare europäische Regeln, um Wettbewerbsverzerrungen zu verhindern und die bäuerliche Landwirtschaft nicht weiter unter Druck zu setzen. „Wer hohe Standards einfordert, muss diese auch absichern – politisch, rechtlich und wirtschaftlich. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, Verantwortung für unsere Landwirtschaft zu übernehmen“, so Schmiedtbauer abschließend.


Fotocredits: Michaela Lorber

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