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Sonderausstellung zeigt Neues aus der römischen Stadt Flavia Solva

  • vor 3 Stunden
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Museumskoordinatorin Marlene Weinzettel,  Stadthistorikerin Ursula Pintz, und Stadtrat Josef Adam eröffneten die aktuelle Sonderausstellung „Flavia Solva Aktuell - Neues aus der römischen Stadt“ im Tempelmuseum Frauenberg.
Museumskoordinatorin Marlene Weinzettel,  Stadthistorikerin Ursula Pintz, und Stadtrat Josef Adam eröffneten die aktuelle Sonderausstellung „Flavia Solva Aktuell - Neues aus der römischen Stadt“ im Tempelmuseum Frauenberg.

 

Am 10. April 2026 fand im Tempelmuseum Frauenberg die offizielle Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Flavia Solva Aktuell“ statt. Sie beweist eindrucksvoll, dass Geschichte nicht verstaubt sein muss, sondern aktuell wie ein Magazin wie LEIBNITZ AKTUELL von heute sein kann. 


Feierliche Eröffnung


Unter dem Motto „Neues aus der römischen Stadt“ eröffneten Stadthistorikerin Ursula Pintz, Museumskoordinatorin Marlene Weinzettel und Stadtrat Josef Adam die aktuelle Sonderausstellung im Tempelmuseum Frauenberg. Im Mittelpunkt stehen die neuesten Funde aus den Grabungsjahren 2024 und 2025, die in einem neuartigen Ausstellungsdesign präsentiert werden.



„Mit Funden macht die Antike Schlagzeilen! Was wäre damals wohl auf Seite 1 einer Zeitung über Neuigkeiten am heiligen Berg gestanden?“, fragte sich bei der Eröffnung Stadtrat Josef Adam und lobte die Idee, die Geschichte aus Zeitungssicht zu erzählen. „Aus den Grabungen in Wagna wissen wir nun, dass das Gewerbeviertel von Flavia Solva größer als angenommen war. Es gilt, dieses Erbe zu bewahren und darzustellen. Schließlich ist Flavia Solva das Fundament für unsere heutige Gesellschaft! Seien wir stolz darauf, was unsere Heimat ausmacht“, betonte der Leibnitzer Stadtrat und hob die gute Zusammenarbeit von Archäologisch Soziale Initiative Steiermark (kurz: ASIST), Tempelmuseum und Stadtgemeinde Leibnitz hervor.


Auf den Spuren der Römer wandeln


„Eine Besonderheit dieser Ausstellung ist die konsequente Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart. Die Erlebnisse und der Alltag der römischen Stadtbewohner werden nicht isoliert betrachtet, sondern mit Blick aus dem Heute begründet und hinterfragt. Dadurch entstehen spannende Parallelen zwischen antiken Lebensrealitäten und modernen Themen, was die Fundstücke für die Besuchenden besonders nahbar macht“, ergänzte Stadtentwicklerin Astrid Holler, die dem Team des Tempelmuseums für die gute Zusammenarbeit und fachliche Kompetenz und das Gut-in-die-Zukunft-Schauen dankte und die Vergangenheit als Schatz lobte.



Flavia Solva Aktuell


Die Kuratorinnen Ursula Pintz und Marlene Weinzettl haben sich für ein ungewöhnliches Konzept entschieden: Die Ausstellung ist in der Gestaltung einer Zeitung nachempfunden. Die beiden haben sich gefragt, wie die Schlagzeilen im damaligen Flavia Solva wohl ausgesehen hätten. Die Sonderausstellung bringt den Besucher:innen die News von damals so nah wie nie zuvor. Der Gast soll die Geschichten hinter den archäologischen Funden bei seinem Besuch des Museums entdecken.


Anstatt trockener Daten stehen nun bei der zwei Jahre lang gezeigten Sonderausstellung die Geschichten hinter den Objekten im Vordergrund. Jedes Exponat fungiert als „Reporter“ und holt die Menschen von Flavia Solva – vom einfachen Handwerker bis zur wohlhabenden Bürgerin – direkt vor den Vorhang.


Schmuckstück der neuesten Schau ist eine Spardose mit wertvollen römischen Münzen.
Schmuckstück der neuesten Schau ist eine Spardose mit wertvollen römischen Münzen.

„Während die Ausstellung die physischen Funde präsentiert, liefert die begleitende Ausstellungszeitung einen historischen Kontext. Hier weiten die Kuratorinnen den Blick über die regionalen Grenzen und beleuchten die Innen- und Außenpolitik im Imperium Romanum. Die Leser erfahren darin, welche weltpolitischen Schlagzeilen und Strömungen der römischen Welt das Leben in der Provinz damals beeinflussten“, erläuterte Museumskoordinatorin Marlene Weinzettl.



Der Versuch, die komplexe Geschichte der Römerzeit greifbar zu machen, wird auf zwei Ebenen erlebbar: visuell durch die neuen Objekte im Museum und informativ durch die vertiefenden Analysen in der Zeitung. „Die Ausstellung lädt dazu ein, Flavia Solva durch diese aktuellen Entdeckungen immer wieder neu zu entdecken!“, so Historikerin Pintz.



Auch Vizebgm. Rene Kniewallner ließ sich bei der Eröffnung von den Ausstellungskoordinatorinnen Pintz und Weinzettl durch die neue Sonderausstellung führen


Öffnungszeiten im Tempelmuseum


Die neue Sonderausstellung „Flavia Solva Aktuell – Neues aus der römischen Stadt“ läuft bis 31. Oktober 2027. Sie ist heuer bis 31. Oktober immer Montag bis Freitag in der zeit von 10 bis 16 Uhr sowie am Wochenende und feiertags von 10 bis 17 Uhr zugänglich. Weitere Details auf der Webseite unter www.tempelmuseum-frauenberg.at. Telefonische Anfragen unter Tel. 664 2316648 oder per E-Mail an tempelmuseum@leibnitz.at


 Fotocredits: Heribert G. Kindermann, MA

 

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