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Steirischer Bauernbund geht mit neuem Schwung in die grün-weiße Landwirtschaftskammerwahl

  • la6098
  • vor 1 Tag
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Mit Schwung in die Kammerwahl gehen: (v.l.n.r.) Bauernbund-Direktor Bernd Brodtrager, Vizepräsidentin Maria Pein, Stefan Zirkl, Präsident Andreas Steinegger, Josef Huss, der Leibnitzer Spitzenkandidat Christoph Zirngast, Josef Kaiser, Daniela Posch, Karl Wratschko und Nina Schweinzger stellten ihre Schwerpunkte für die Landwirtschaftskammerwahl vor.
Mit Schwung in die Kammerwahl gehen: (v.l.n.r.) Bauernbund-Direktor Bernd Brodtrager, Vizepräsidentin Maria Pein, Stefan Zirkl, Präsident Andreas Steinegger, Josef Huss, der Leibnitzer Spitzenkandidat Christoph Zirngast, Josef Kaiser, Daniela Posch, Karl Wratschko und Nina Schweinzger stellten ihre Schwerpunkte für die Landwirtschaftskammerwahl vor.

Am 25. Jänner 2026 kommt es für die heimische Bauernschaft bei der Landwirtschaftskammerwahl 2026 zu einem Richtungsentscheid für die Zukunft der Interessenvertretung für Bauern und Grundbesitzer. Unter dem Motto „Bauernbund startet mit neuem Schwung in die Kammerwahl“ stellten Vertreter:innen des Steirischen Bauernbundes für den Bezirk Leibnitz Mitglieder des 30-köpfiges Kandidatenteams rund um Kammerobmann Bgm. Christoph Zirngast im Leibnitzer ÖVP-Bezirksparteibüro vor.


Geschlossenheit sowie inhaltliche und personelle Breite

Mit der jüngsten Kandidatenpräsentation ging es den Vetrter:innen des Steirischen Bauernbundes vor allem auch um die große Geschlossenheit sowie die inhaltliche und personelle Breite des Bauernbundes dank Vertreter:innen aus allen agrarischen Branchen, Altersgruppen und mit einem sehr hohen Anteil an engagierter Frauen.

Themenschwerpunkte für die Landwirtschaft

Im Mittelpunkt der Pressekonferenz standen neben dem Spitzenkandidaten und Landwirtschaftskammerpräsidenten Andreas Steinegger auch klare inhaltliche Schwerpunkte für die kommenden Jahre. Nämlich ein praxistaugliches Prädatorenmanagement, die Stärkung der Almwirtschaft, mehr Entscheidungsfreiheit und Planbarkeit für bäuerliche Betriebe sowie eine starke, eigenständige Agrarpolitik auch nach dem Jahr 2027. Betont haben die Teilnehmer:innen des Pressegesprächs ferner die Bedeutung der Landwirtschaftskammer als gesetzliche Interessenvertretung für Bauern und Grundbesitzer sowie die umfangreiche Beratungs- und Serviceleistungen der Kammer.



Mit der Neuaufstellung will der Steirische Bauernbund, so der Tenor der Vertreter:innen, Erfahrung mit frischem Elan verbinden und weiter auf eine starke und zukunftsorientierte Interessensvertretung für die steirische Land- und Forstwirtschaft sowie den ländlichen Raum setzen.


Auch Leibnitzer Anliegen

Im Bezirk Leibnitz tritt ein Team des Steirischen Bauernbundes mit 30 Kandidat:innen aus allen agrarischen Branchen und Altersgruppen zur LK-Wahl 2026 an. Als besonders erfreulich wird der hohe Anteil engagierter Frauen ins Treffen geführt, die mit Kompetenz, Innovationsgeist und Praxiserfahrung einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung der Landwirtschaft leisten.


„Pflanzenschutz braucht einen vollen, praxistauglichen Werkzeugkasten statt ideologischer Verbote!“, betont der Leibnitzer Kammerobmann und Spitzenkandidat Christoph Zirngast. Denn nur so ließen sich, so Zirngast, Erträge, Kulturvielfalt und Versorgungssicherheit sichern und die heimische Landwirtschaft wettbewerbsfähig erhalten.



Der Steirische Bauernbund fordere laut Zirngast ein aktives, praxisnahes Bibermanagement, um Schäden an landwirtschaftlichen Flächen, Entwässerungen und Infrastruktur zu verhindern. „Geregelte Entnahmen von Problembibern und deren Burgen sind notwendig, um Eigentum zu schützen und Nutzungskonflikte zu lösen. Naturschutz darf nicht einseitig zulasten der bäuerlichen Betriebe gehen, sondern braucht Hausverstand, Verantwortung und klare Regeln!“, verlangt der Leibnitzer Spitzenkandidat.


Der Bauernbund sei der Bund für junge Hofübernehmer:innen. Bei Stallum- oder Neubauten müssten daher Gesetzesvorlagen vereinfacht werden, damit junge Hofübernehmer investieren und geforderte Aufzeichnungen reduziert würden. „Wir brauchen mehr Autonomie, mehr Mitspracherecht entlang der Wertschöpfungskette und weniger bevormundende Vorgaben“, brachte es Zirnagst auf den Punkt


Der Spitzenkandidat für die Landeskammer

Als Zeichen für Verlässlichkeit und Durchsetzungskraft sieht sich Kammerpräsident Andreas Steinegger. Der Milch- und Waldbauer möchte sich für eine verbindende, gut vernetzte und praxisnahe Interessenvertretung stark machen. In Leibnitz nannte er die Senkung des Schutzstatus für den Wolf auf EU-Ebene, die Zustimmung für die Initiative „Stopp Laborfleisch“ im EU Parlament oder die Vereinfachung der Entwaldungsverordnung sowie die Anhebung der Buchführungspflicht auf eine Million Euro als Erfolge der Vergangenheit beim Namen.


„Die gemeinsame Agrarpolitik muss weiter eigenständig, fair und inflationsangepasst sein, um die Einkommen der Bauern zu sichern und die Weiterentwicklung des ländlichen Raums zu gewährleisten. Beim Eigentum muss künftig stärker mit den Eigentümer:innen gesprochen werden und nicht nur über das Eigentum!“, so Steinegger weiter.


Nein zu Mercosur

„Ein Nein blieb ein Nein, weil sich die starke bäuerliche Interessenvertretung in der Steiermark und in Österreich durchgesetzt hat. Den Umfaller hat es durch die Rechten in Italien gegeben“, kommentierte Steinegger die Mercosur-Abstimmung. Daher fordert er eine durchgängigen verpflichtende Herkunftskennzeichnung für alle Lebensmittel in der Gastronomie bis hin zu verarbeiteten Produkten, gleiche Produktionsstandards für Importe aus Drittstaaten sowie konsequente Kontrollen und krisenfeste Schutzklauseln, die bei drohenden Marktverwerfungen verlässlich absichern sollen.


Leistungsvielfalt der Landwirtschaftskammer

„Im Vorjahr wurden etwa 120.000 Beratungsstunden geleistet und 22.000 Teilnahmen an LFI-Weiterbildungskursen verzeichnet, die über die ländliche Entwicklung gefördert werden und als konkrete Dienstleistung den bäuerlichen Betrieben direkt zugutekommt. Darüber hinaus wurden zu 230 Gesetzes- und Verordnungsentwürfen Stellung genommen", hob Landwirtschaftskammer-Vizepräsidentin Maria Pein die Bedeutung und Leistungsvielfalt der Landwirtschaftskammer hervor. Pein betont zudem als österreichweite Vertreterin im Verwaltungsrat die Bedeutung einer starken sozialen Absicherung über die SVS.

Fotocredit: Heribert G. Kindermann, MA

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