top of page

Steirischer Seniorenbund begrüßt Vorstoß des Seniorenrates bei Aktivpension

  • vor 5 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit
Landesobmann Bundesrat Ernest Schwindsackl
Landesobmann Bundesrat Ernest Schwindsackl

Der Steirische Seniorenbund sieht sich bestätigt, denn die vom Österreichischen Seniorenrat präsentierten Forderungen zur Aktivpension decken sich mit der bereits im Februar geäußerten Kritik aus der Steiermark.


Landesobmann Bundesrat Ernest Schwindsackl: „Bei der steuerbegünstigten Altersarbeit braucht es eine faire Lösung für alle ab 65, unabhängig davon, ob jemand aufgrund von Kindererziehung, Pflege oder anderen Lebensumständen keine 40 Versicherungsjahre erreichen konnte."


Benachteiligung von Frauen


Steirischer Seniorenbund: „Bereits im Februar hatte der Steirische Seniorenbund darauf hingewiesen, dass die geplante Aktivpension Frauen strukturell benachteiligt. Der vorgesehene Steuerfreibetrag von bis zu 15.000 Euro jährlich ist an 40 Versicherungsjahre bei Männern bzw. 36,5 Jahre bei Frauen gekoppelt. Gerade jene, die wegen Teilzeit, Betreuungspflichten oder unterbrochener Erwerbsbiografien auf Zuverdienst im Alter angewiesen sind, bleiben damit außen vor.


Der Österreichische Seniorenrat fordert nun 30 Versicherungsjahre für Frauen – deutlich weniger als die Regierungsvorlage vorsieht. Schwindsackl nennt das realitätsnah.


Freibetrag ab 65 für alle


Der Steirische Seniorenbund geht jedoch noch einen Schritt weiter: Der Steuerfreibetrag soll nicht ausschließlich an Versicherungsjahre gekoppelt sein, sondern alternativ allen Pensionistinnen und Pensionisten ab 65 offenstehen, die einen Zuverdienst beziehen.“

„Altersarbeit darf kein Privileg für wenige sein", betont Schwindsackl. „Wer ältere Menschen im Arbeitsleben halten will, muss Hürden abbauen, nicht aufbauen." Die Kritik aus der Steiermark stehe nicht allein da, so der Landesobmann: „Jetzt ist die Politik am Zug, eine Lösung zu finden, die niemanden zurücklässt."


Volle Inflationsabgeltung


Unterstützung kommt auch für die Forderung nach voller Inflationsabgeltung. Ingrid Korosec, Vorsitzende des Seniorenrates und Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes, betont, Pensionistinnen und Pensionisten hätten bereits beim letzten Budget ihren Beitrag zur Konsolidierung geleistet. Die Deckelung höherer Pensionen habe in den vergangenen zehn Jahren zu einem realen Verlust von rund 14 Prozent geführt, so Korosec im Ö1-Journal. Schwindsackl sieht in der gesetzlich vorgesehenen Inflationsabgeltung „eine wesentliche Vertrauensbasis für das Pensionssystem". Umso wichtiger sei es, dass der Seniorenrat, dem die gesetzliche Interessenvertretung von über 2,5 Millionen Seniorinnen und Senioren obliegt, in die Budgetverhandlungen der Regierung eingebunden werde, so Schwindsackl.



Foto: ÖVP Christian Georgescu
bottom of page