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Vernetzung ist Leben

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Das Mauswiesel ist das Tier des Jahres 2026. Die Suche nach Nahrung, Partnern oder neuen Lebensräumen ist der Hauptgrund für Wildtiere wie das Mauswiesel, „unterwegs“ zu sein. 
Das Mauswiesel ist das Tier des Jahres 2026. Die Suche nach Nahrung, Partnern oder neuen Lebensräumen ist der Hauptgrund für Wildtiere wie das Mauswiesel, „unterwegs“ zu sein. 

Wildtiere, Pflanzen, aber auch Pilze benötigen ausreichend Möglichkeiten, sich auf der Suche nach Nahrung, Partnern und neuen Lebensräumen über ein Netz an „Wilden Wegen“ von A nach B zu bewegen. Doch das ökologische Netz in Österreich weist laut dem Naturschutzbund Österreich gefährliche Lücken auf: Lebensräume sind mehr und mehr durch menschliche Infrastruktur und zerstörte Natur zerschnitten. Der Naturschutzbund fordert daher mehr Konsequenz im Schutz und Ausbau unserer grünen Infrastruktur, weil nur so das Artensterben gestoppt werden kann. 


Natur ist Bewegung. Bewegung ist Austausch. Austausch ist Leben. Bewegung und Austausch funktionieren nur über ein gut miteinander verbundenes natürliches Wegenetz. Die Suche nach Nahrung, Partnern oder neuen Lebensräumen ist der Hauptgrund für Wildtiere, „unterwegs“ zu sein. Auch Pflanzen und Pilze bringen die Eroberung neuer Lebensräume und ihr Streben nach Fortpflanzung in Bewegung. Diese für Menschen oft unsichtbaren Pfade bilden ein Netz, das Lebensräume von verschiedensten Arten verbindet. Gut miteinander verbundene Lebensräume sind für die heimische Flora und Fauna essenziell und bilden die „grüne Infrastruktur“. Grünbrücken, Wanderkorridore & Co. stärken die Biodiversität und helfen beispielsweise der seltenen und scheuen Wildkatze in unsere heimischen Wälder zurückzukehren. Doch das ökologische Netz in Österreich ist vielerorts löchrig, da es mehr und mehr durch Straßen, Siedlungen und aufgrund intensiver menschlicher Nutzung fragmentiert ist. Das wilde Wegenetz unserer tierischen und pflanzlichen Mitbewohner ist stark beeinträchtigt. Die Folge: Populationen werden isoliert, Wanderbewegungen brechen ab und Arten sterben aus.


Lebensraumvernetzung gegen Artensterben


Die Biodiversitätsstrategie des Bundes definiert die Vernetzung unserer heimischen Lebensräume als klares Ziel, doch zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft eine gefährliche Lücke. „Die Planung und Umsetzung einer grünen Infrastruktur scheitert fortlaufend an fehlenden Rechtsgrundlagen, zersplitterten Zuständigkeiten und kurzsichtigen Einzelentscheidungen“, sagt Thomas Wrbka, Präsident des Naturschutzbundes Österreich. „Der Naturschutzbund fordert mehr Mut und entschiedene Konsequenz für ein stabiles ökologisches Netz, das das Sterben heimischer Arten stoppt. Dafür braucht es ein bundesweites Naturschutzgesetz, das Korridore zwischen Lebensräumen verbindlich schützt, verpflichtend eine grüne Infrastruktur in der Raumplanung verankert und klare Zuständigkeiten schafft“, so Wrbka.

 

Die aktuelle Ausgabe des Naturschutzbund-Magazins "natur&land" finden Sie hier: www.naturschutzbund.at


Fotocredits:  Stefan Weber
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