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Vorsicht bei Osterfeuern

  • vor 2 Stunden
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Das Land Steiermark bittet die Bevölkerung aufgrund der aktuellen Witterungsbedingungen dieses Jahr besonders an, beim Abbrennen von Osterfeuern die gesetzlichen Bestimmungen zu beachten. Auch in Leibnitz gelten spezielle Regeln.


Land Steiermark: „In der Steiermark werden am kommenden Samstag wieder in zahlreichen Landesteilen die traditionellen Osterfeuer entzündet. Es handelt sich dabei um gelebtes Brauchtum, bei dem die Menschen zusammenkommen und eine schöne Zeit miteinander verbringen. Bei aller Freude sollte jedoch nicht vergessen werden, dass Osterfeuer eine potenzielle Gefahr darstellen.“


Osterfeuer sind nicht flächendeckend gestattet. In Graz etwa besteht ein generelles Verbot für derartige Feuer. Auch in mehreren Gemeinden im Grazer Umland gelten strenge Einschränkungen. Dort ist lediglich ein einziges Brauchtumsfeuer, organisiert durch die Gemeinde selbst oder durch eine von ihr beauftragte Stelle, zulässig. So auch in Leibnitz. Hier findet das Osterfeuer am Grottenhof statt.  Das Entzünden eines Osterfeuers ist in der Steiermark ausschließlich von Karsamstag, 4. April ab 15 Uhr bis Ostersonntag, 5. April um 3 Uhr früh zulässig. 


Aufgrund der aktuell herrschenden Witterung appelliert das Land besonders eindringlich an die Eigenverantwortung der Bevölkerung. Der Winter sei in vielen steirischen Region sehr niederschlagsarm gewesen, das Sturmereignis vor einigen Tagen habe den Boden zusätzlich ausgetrocknet – und auch bis zum Osterwochenende sei aus heutiger Sicht kein nennenswerter Regen zu erwarten. Gleichzeitig sei mit anhaltendem Wind in der Karwoche zu rechnen. Diese Kombination erhöhe das Risiko für höchst gefährlichen Funkenflug, der Brände auslösen kann. 


Wortmeldungen


Landeshauptmann Mario Kunasek sagt: „Gerade in heiklen Situationen zeigt sich, wie wichtig Zusammenhalt und Verlässlichkeit sind. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass wir uns im Ernstfall auf unsere steirischen Feuerwehren verlassen können. Mein aufrichtiger Dank gilt allen Kameraden, die mit großem Engagement – meist ehrenamtlich – für die Sicherheit ihrer Mitmenschen sorgen. Ihr Einsatz verdient höchsten Respekt. Die Regeln für Brauchtumsfeuer ermöglichen uns ein sicheres Osterfest – mit Rücksicht auf Menschen, Tiere und Natur. Nutzen wir sie verantwortungsvoll und pflegen wir unser Brauchtum. Ich wünsche allen Steirerinnen und Steirern ein frohes, gesegnetes und sicheres Osterfest.“


Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer betont: „Unsere steirischen Wälder sind nicht nur einzigartige Naturräume und wichtige Erholungsorte, sondern auch Lebens- und Wirtschaftsgrundlage für viele Menschen. Gerade bei den traditionellen Osterfeuern gilt: Brauchtum hat seinen festen Platz – aber nur mit dem nötigen Verantwortungsbewusstsein. Schon ein kleiner Funke kann verheerende Schäden anrichten und Mensch, Tier sowie Natur gefährden. Rund 85 Prozent der Waldbrände in Österreich sind auf menschliches Verhalten zurückzuführen – häufig aus Unachtsamkeit. Umso wichtiger ist es, gerade bei Osterfeuern besonders achtsam zu sein, denn die meisten Brände sind durch verantwortungsvolles Handeln vermeidbar. Schützen wir gemeinsam, was uns allen wichtig ist: unseren Wald.“


Landesfeuerwehrkommandant-Stellvertreter LBDS Christian Leitgeb erklärt: „Wir wissen, dass Brauchtumsfeuer in vielen Regionen fester Bestandteil des kulturellen Lebens sind. Daher wollen wir als Feuerwehr keineswegs als Spaßbremse oder Verhinderer auftreten, sondern als Partner, der mit sachlicher Information und klaren Empfehlungen zur Sicherheit aller beitragen möchte, damit Brauchtum und Feiern nicht zur Gefahr für Mensch, Tier und Umwelt wird. Wer ein Osterfeuer entzündet, übernimmt auch die Verantwortung dafür, dass es nicht außer Kontrolle gerät“, betont Leitgeb, der appelliert, auf das eigene Bauchgefühl zu hören. „Wenn es zu trocken oder zu windig ist, lieber nicht anzünden. Und wenn doch, dann nur mit ausreichend Abstand laut den jeweiligen Vorgaben, mit ausreichend verfügbarem Löschmittel und mit entsprechendem Verantwortungsbewusstsein“, so LBDS Leitgeb.



Fotocredit: Heribert G. Kindermann, MA

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