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Wachstum: Dominierendes Thema beim WKO-Impulstalk in Leibnitz

  • 20. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Hochrangige Vertreter der WKO (Süd-)Steiermark sehen das Jahr 2026 als zentralen Wendepunkt. Denn am 20. Jänner 2026 diskutierten südsteirische Unternehmer:innen beim WKO-Impulstalk über die Voraussetzungen für ein nachhaltiges Wachstum in der Region. Als Schlüsselfaktoren werden leistungsfähige Infrastruktur, gezielte Standortentwicklung und die Sicherung von Fachkräften gesehen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Südsteiermark zu stärken.


„Die Leute müssen positiv ohne Träumereinen denken!“

Der Leibnitzer WKO-Regionalstellen-Obmann Dietmar Schweiggl begrüßte zum Jahresauftakt der WKO Regionalstelle Südsteiermark in Leibnitz Vertreter:innen aus Politik, Pädagogik und zahlreiche Unternehmerpersönlichkeiten aus der Region und forderte gleich zur Begrüßung eine Korrektur des Mind-Settings: „Die Leute müssen positiv ohne Träumereinen denken. Wir arbeiten an Lösungen und sprechen vehemente Themen an. Es geht um die Wettbewerbsfähigkeit und Leistungsbereitschaft, um Österreich und die Südsteiermark ganz nach vorne zu bringen!“, so Schweiggl.



Bilanz der Südsteiermark

Die Südsteiermark, die einst als „Armenhaus der Steiermark“ galt, habe sich, so Obmann Schweiggl, zu einer prosperierenden Region entwickelt. „Wir haben 6.300 Unternehmer:innen und rund 24.000 Arbeitsplätze im Bezirk Leibnitz. Wir sind im Bezirk von Klein bis Groß in allen Branchen breit aufgestellt! Obwohl die Konjunktur zurzeit nur ein kleines Pflänzchen ist, sind wir dem Optimismus verpflichtet! Beim Granteln und Jammern sind wir hinter Ghana und Bosnien an 3. Stelle!“, attestierte der südsteirische Regionalstellenobmann.



„Eine Allianz für Wachstum“

WKO-Präsident Josef Herk freute sich, dass so viele Unternehmer:innen sich in der Regionalstelle Südsteiermark zusammengefunden hätten. „Es braucht jetzt eine Allianz für Wachstum und Rahmenbedingungen statt lähmender Bürokratie sowie den Mut, bestehende Strukturen neu zu denken und Ressourcen gezielt einzusetzen. Entscheidend sind gezielte Investitionen in Bildung, Infrastruktur und leitbare Energie, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts langfristig zu sichern. Europa sind wir alle! Wir brauchen das Gemeinsame, wie Mercosur und weitere Allianzen. 2026 wird ein gutes Jahr, wenn wir es daraus machen! Nur so könnten die Chancen der Koralmbahn und des neuen Wirtschaftsraums AREA SÜD und die Jahrhundertchance für den Süden Österreichs genutzt werden!“, zeigte sich der Präsident optimistisch für die wirtschaftliche Zukunft des Landes.


Wachstumspotenziale in der Region nutzen

„Für nachhaltiges Wachstum in der Südsteiermark sind eine leistungsfähige Infrastruktur und gezielte Standortentwicklung zentrale Voraussetzungen. Der Ausbau der A9 mit einer 3. Spur sowie der zweigleisige Ausbau der Südbahn sind entscheidend, um die Region verkehrstechnisch zukunftsfit zu machen. Mit der Koralmbahn und dem Semmering-Basistunnel entsteht ein neuer, international wettbewerbsfähiger Wirtschaftsraum, dessen Potenziale wir konsequent nutzen müssen“, betonen WKO-Regionalstellen-Obmann Dietmar Schweiggl und Regionalstellen-Leiter Martin Heidinger unisono. Aber parallel dazu brauche es auch verstärkte Anstrengungen gegen den Fachkräftemangel, vor allem durch die Attraktivierung und Stärkung der Lehrausbildung, um jungen Menschen langfristige Perspektiven in der Region zu bieten, so Schweiggl.



Beispiele für nachhaltiges Wachstum in der Südsteiermark

In der Diskussion mit südsteirischen Unternehmer:innen war klar, dass wirtschaftlicher Erfolg auf dem Zusammenspiel aus moderner Infrastruktur, regionaler Vernetzung und qualifizierten Arbeitskräften basiert. GF Sabine Wagner von der Elsta Mosdorfer GmbH in Leibnitz verwies auf die Bedeutung der Standortanbindung: "Besonders die deutlich verdichtete Zugtaktung ist ein großer Vorteil für die Region - sie erleichtert den täglichen Arbeitsweg und erhöht die Attraktivität des Standorts, insbesondere für Mitarbeitende aus dem Großraum Graz!“

„Wachstum entsteht für uns durch stetige Innovation, kontinuierliche Verbesserung und langjährige Partnerschaften mit regionalen sowie internationalen Unternehmen. Qualifizierte Fachkräfte sind dabei ein zentraler Erfolgsfaktor – hier profitieren wir in der Steiermark von sehr guten Weiterbildungsangeboten“, ergänzte Teo Stoisser von der Karl Fink GmbH.


Best Practices für Wachstum aus den Regionen

Zwei weitere südsteirische Unternehmer gaben beim Impulstalk Einblick in ihre internationalen Erfolgsstrategien. „Wir verfügen heute über ein starkes internationales Netzwerk und erzielen rund 55 Prozent unseres Umsatzes im Export – deutlich mehr, als ursprünglich bei der Gründung geplant war. Internationale Wachstumspotenziale sehen wir vor allem im Bereich des Schienenverkehrs sowie grundsätzlich in nachhaltigen Mobilitätslösungen!“, erwähnte Daniel Dornauer von der Dornauer-Grillitsch GmbH, den auf Metall- und Oberflächentechnik spezialisierten Auftragsfertiger, der auf den konsequenten Ausbau internationaler Märkte und nachhaltiger Geschäftsfelder setzt.



„Nachhaltiges Wachstum braucht eine stabile Basis am Heimmarkt sowie eine sorgfältige Vorbereitung auf internationale Märkte. Entscheidend sind dabei verlässliche Partner und Kunden. Da rund 90 Prozent unseres Geschäfts im Export liegen, ist es für uns besonders wichtig, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Weg in Richtung Internationalisierung auch mitttragen“, meinte Christian Theuermann von der AXIS Flight Training Systems GmbH in Lebring über Voraussetzungen für Internationalisierung im Unternehmen.


Unterstützung beim Export und bei der Internationalisierung



Als Sprachrohr und Beratungsstelle für die Wirtschaft in Sachen Export und Internationalisierung empfahl Daniela Guss das Internationalisierungs Center Steiermark (ICS) in Graz in der Körblerstraße. „Wir haben ein gutes Netzwerk aufgebaut, um Betrieben beim Export und bei der Internationalisierung weiter zu helfen. Ihre Servicestelle erbringt Dienstleistungen zu 99% kostenlos und wir fragen, wo noch Export möglich und Wachstum zu holen sind. So etwa im neuen Markt Indien, beim Exportpartner China oder im exotischen Exportland Saudi Arabien!“, so Guss weiter.


Fotocredits: Heribert G. Kindermann, MA

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