Wirtschaftsgipfel Südweststeiermark
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Prominente Vertreter:innen des Wirtschaftsbundes Steiermark legten mit dem bewährten Format des Wirtschaftsgipfels im Hengistzentrum Hengsberg einen Zwischen-Stopp für die Süd- und Weststeiermark auf der zweijährigen Tour durch das Steirerland ein.
Ein starkes Netzwerk für die Wirtschaft
Im Hengistzentrum Hengsberg, wo auch Bgm. Manfred Rechberger als Hausherr mit dabei war, holte Moderator Wirtschaftsbund-Direktor Jochen Pack vier gestandene Unternehmer:innen aus der Region auf die Bühne. Zum Wirtschaftsgipfel waren südweststeirische Unternehmer:innen von den WB-Obleuten Manfred Kainz (Deutschlandsberg) und Dietmar Schweiggl (Leibnitz) eingeladen worden, um sich zu vernetzen und sich über die Zukunft des südweststeirischen Wirtschaftsstandorts auszutauschen. Im Mittelpunkt des Abends standen aber nicht nur aktuelle Herausforderungen, sondern vor allem auch die bekannten Stärken und Chancen der Region.
Nachhaltigkeit in all ihren Facetten
Mit Moderator Wirtschaftsbund-Direktor Pack („Wir wollen über die Region sprechen, was sie so stark macht !“) diskutierten Karina Rüge (Heideco GmbH, Deutschlandsberg), Martin Tatzl (GreenPork GmbH, Schwarzautal), Manuela Lackner-Kaufmann ( TDL – Tapezierer & Dekorateur Lackner-Kaufmann, Straß) sowie Mario Resch (Resch Elektrotechnik, Groß St. Florian) über ihre persönlichen Erfahrungen im unternehmerischen Alltag.
Trotz der Unterschiedlichkeit der vier Betriebe, wurde eine gemeinsame Stärke deutlich, nämlich das nachhaltige Wirtschaften in seinen unterschiedlichen Formen. Die Themen reichten von regionalen Wertschöpfungsketten und Energieunabhängigkeit über die Reparatur im Handwerk bis hin zu erneuerbarer Energie.
„Für mich gibt es keine Alternative für Deutschlandberg!“, meinte Rüge. Mit dem Online-Portal jugendjob.at bringt die weststeirische Unternehmerin Jugendliche und Unternehmen in Sachen (Schnupper-)Lehrstellen, Ferialjobs, Ferialpraktika und Aushilfsjobs zusammen und unterstreicht ndamit die Vielfalt der Möglichkeiten im Bezirk Deutschlandsberg. „Es gibt auf dem Portal neuerdings aber auch eine Datenbank, in der Unternehmen Projekt- und Diplomarbeiten anbieten!“, berichtet Rüge weiter.
„Wir können die gesamte Wertschöpfung aus eigenen Ressourcen erzielen!“, wusste Tatzl zu berichten. Auf Expansion seines Betriebs setzt Resch, der mit seinem 55 Mitarbeiter:innen zählenden Betrieb am wichtigen Bahnhof der Koralmbahn noch großes Potenzial für die Zukunft sieht.

„Mehr Werkstatt statt Aktenordner!“
„Wir feiern in meinem fünf Mitarbeiter:innen zählenden Betrieb heuer das 25 Jahr-Jubiläum. Ich beobachte, dass es in der Südsteiermark um die Handwerksqualität geht und doch einige mehr Werkstatt statt Aktenordner im Beruf suchen!“, so Lackner-Kaufmann.
„In der Südweststeiermark sieht man, was Unternehmertum ausmacht: Hier bekommen alte Möbel ein zweites Leben, Lebensmittel werden vom Futter bis zur Verarbeitung in der Region erzeugt, Bauteile mit einer Präzision gefertigt, die dünner sind als ein menschliches Haar, und moderne Lösungen für die Energieversorgung von morgen entwickelt. Genau diese Vielfalt macht die Stärke unserer Region aus. Unsere Aufgabe ist es, zuzuhören, wo der Schuh drückt, und dafür zu sorgen, dass diese Betriebe auch morgen noch wachsen können“, mahnte Direktor Pack.
Zuversichtlicher Wirtschaftslandesrat
„Mit der Koralmbahn rücken Wirtschafts- und Arbeitsräume enger zusammen. Diese Chance müssen wir nutzen und gleichzeitig Rahmenbedingungen schaffen, die Investitionen und Wachstum ermöglichen!“, unterstrich Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer die Chancen, die sich durch neue Infrastruktur und eine stärkere Vernetzung der Region ergeben.
„Wir sind als Unternehmer die Minderheit in der Gesellschaft. Daher ist es umso wichtiger, den Zusammenhalt zu stärken. Denn es war mit Sicherheit in vielfacher Sicherheit schon einmal leichter (Unternehmer:in zu sein). Aber wir sind aktive Unternehmer!“, ergänzte Wirtschaftsbund-Landesgruppenobmann Josef Herk und rückte Fachkräfte und unternehmerische Rahmenbedingungen in den Fokus. Herk lobte das „wunderbare Ambiente“ des Hengistzentrums und freute sich darüber, im Rahmen der zweijährigen Gipfeltour Unternehmerpersönlichkeiten kennen zu lernen.

Signal des Zusammenhalts von der regionalen Wirtschaft
„Gerade in einer Region wie der Südweststeiermark ist Zusammenarbeit ein echter Standortvorteil. Wenn Betriebe ihr Wissen teilen, voneinander lernen und gemeinsam Lösungen entwickeln, profitieren am Ende alle“, betonte Karina Rüge (Heideco).
„Viele Herausforderungen lassen sich leichter bewältigen, wenn man sich kennt und miteinander spricht. Genau solche Abende bringen Menschen zusammen, aus denen später neue Ideen und Kooperationen entstehen können“, unterstrich Mario Resch (Resch Elektrotechnik) die Bedeutung regionaler Netzwerke.
„Starke Betriebe bedeuten starke Regionen, sichere Arbeitsplätze und Wohlstand. Deshalb bringen wir Unternehmer zusammen, hören zu und geben ihren Anliegen eine starke Stimme“, bilanzierte Moderator Pack über den südweststeirischen Wirtschaftsgipfel in Hengsberg.
Im Anschluss an die Podiumsdiskussion stand der persönliche Austausch im Zentrum des Wirtschaftsgipfels in Hengsberg. Unternehmer:innen aus der gesamten Region nutzten ausgiebig die Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und gemeinsame Themen weiterzudenken.



