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„Arbeit mit Wert – Aufschwung, der wirkt!“ – ÖAAB will Aufschwung, der bei den Menschen ankommt

  • la6098
  • vor 41 Minuten
  • 3 Min. Lesezeit
Foto_1_ÖAAB(c) vlnr: ÖAAB-Landesobmann Günther Ruprecht, Staatssekretär Alexander Pröll, Mitglied des Europäischen Parlaments Reinhold Lopatka und ÖAAB-Landesgeschäftsführer Lukas Tödling.
Foto_1_ÖAAB(c) vlnr: ÖAAB-Landesobmann Günther Ruprecht, Staatssekretär Alexander Pröll, Mitglied des Europäischen Parlaments Reinhold Lopatka und ÖAAB-Landesgeschäftsführer Lukas Tödling.

Der Steirische ÖAAB setzt auf konkrete Maßnahmen für Arbeit, Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt: Ein verpflichtender Staatsbürgerdienst für alle, steuerfreie Überstunden und ein Vollzeitbonus sollen Leistung belohnen. Kinder sollen gezielt gefördert, Sonderpädagogik gestärkt und soziale Medien für unter 14-Jährige gesetzlich reguliert werden. Gleichzeitig fordert der ÖAAB klare Regeln gegen Sozialmissbrauch, um Gerechtigkeit und Vertrauen in den Sozialstaat zu sichern.

 

Reinischkogel. 

Unter dem Jahresmotto „Arbeit mit Wert – Aufschwung, der wirkt!“  hat der Steirische ÖAAB seine Landesvorstandsklausur beim Klugbauer am Reinischkogel abgehalten. Im Zentrum standen Maßnahmen, um Arbeit aufzuwerten, gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und die Zukunftsfähigkeit von Bildung, Sozialstaat und Wirtschaft zu sichern.

Als Gäste und Diskussionspartner nahmen auch ÖAAB-Bundesobmann Klubobmann August Wöginger, EU-Mandatar Reinhold Lopatka und Staatssekretär Alexander Pröll an der Klausur teil.  


„Der Mensch bleibt auch im Zeitalter von Digitalisierung und KI der entscheidende Faktor für wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolg. Unser Ziel ist ein Aufschwung, der bei den arbeitenden Menschen ankommt und unser Land zusammenhält“, betonten ÖAAB-Landesobmann Bundesrat Günther Ruprecht und ÖAAB-Landesgeschäftsführer Lukas Tödling.

 

Staatsbürgerdienst für alle: Verantwortung für die Republik übernehmen

Der ÖAAB bekräftigt die Forderung nach einem verpflichtenden einjährigen Staatsbürgerdienst für alle – unabhängig vom Geschlecht. Junge Menschen sollen einen Beitrag für die Gemeinschaft leisten können, mit Wahlmöglichkeit zwischen Wehr- und Sozialdienst nach einer gemeinsamen Grundausbildung, in der auch wichtige Werte vermittelt werden.


„Es geht beim Staatsbürgerdienst nicht nur darum, die Dauer zu verlängern, sondern vor allem darum, die Zeit sinnvoll und wertvoll zu nutzen“, sagt Ruprecht. „Ein solches Modell ,Staatsbürgerdienst‘ stärkt die Wehrhaftigkeit unserer Demokratie, fördert Integration und vermittelt Werte, die für den gesellschaftlichen Zusammenhalt unverzichtbar sind!“ Gleichzeitig werde dadurch die soziale und staatsbürgerliche Bildung nachhaltig gestärkt.

 

Foto_2_ÖAAB(c) vlnr: ÖAAB-Landesgeschäftsführer Lukas Tödling, ÖAAB-Landesobmann Günther Ruprecht, ÖAAB-Bundesobmann August Wöginger, Zweiter Landtagspräsident Werner Amon und ÖAAB-Generalsekretär Lukas Brandweiner.
Foto_2_ÖAAB(c) vlnr: ÖAAB-Landesgeschäftsführer Lukas Tödling, ÖAAB-Landesobmann Günther Ruprecht, ÖAAB-Bundesobmann August Wöginger, Zweiter Landtagspräsident Werner Amon und ÖAAB-Generalsekretär Lukas Brandweiner.

Leistung muss sich lohnen: Steuerfreie Überstunden und Vollzeitbonus

Ein zentrales Arbeitnehmerthema ist die faire Anerkennung von Leistung. Der Steirische ÖAAB fordert die vollständige Steuerbefreiung bei Überstunden. „Mehrarbeit, die nicht selten auch betrieblich notwendig ist, muss sich finanziell auszahlen“, betont Ruprecht.

Ergänzend wird ein jährlicher Vollzeitbonus in Höhe von 1.000 Euro gefordert. „Wir wollen einen zusätzlichen Anreiz schaffen, auf Vollzeitbasis zu arbeiten. Derzeit ist Vollzeitarbeit im Vergleich zu beruflicher Teilzeittätigkeit einfach nicht attraktiv genug, weil der Output nicht im selben Maße ansteigt, wie der Mehraufwand. Dieser Realität müssen wir uns, bei allem Verständnis etwa für Betreuungspflichten, stellen“, betont Ruprecht.

 

Konsequenter Kampf gegen Sozialmissbrauch

Der Steirische ÖAAB bekennt sich weiter klar zu einem starken und solidarischen Sozialstaat. Gleichzeitig sollen die Bekämpfung von Sozialmissbrauch und eine fairere Gestaltung des Sozialsystems in Österreich forciert werden, um Vertrauen in den Sozialstaat zu sichern. „Wer arbeitet und Beiträge leistet, muss sich darauf verlassen können, dass soziale Leistungen treffsicher nur dort ankommen, wo sie wirklich gebraucht werden“, stellt Ruprecht klar. Dazu braucht es bessere Kontrollen, klaren Datenaustausch zwischen Behörden und die Beseitigung falscher Anreize.

 

Bildung stärken – Kinder gezielt fördern

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf bildungspolitischen Forderungen des Lehrerbundes, einer Teilorganisation des ÖAAB.

 

Angesichts zunehmender Heterogenität im Schuleingang fordert der Steirische ÖAAB eine Doppelbesetzung mit zwei Lehrpersonen in der Grundstufe 1, um alle Kinder – von lernschwach bis hochbegabt – bestmöglich fördern zu können.

Zum Schutz der psychischen Gesundheit von Kindern unterstützt der ÖAAB das Handyverbot an Schulen und bekräftigt seine, erstmals schon im Frühjahr 2025 aufgestellte Forderung nach einem gesetzlichen Verbot sozialer Medien für Kinder unter 14 Jahren. „Mobbing, Suchtpotenziale und gefährliche Online-Trends beeinträchtigen die Entwicklung und den Lernerfolg massiv“, heißt es aus dem Landesvorstand.

Zudem fordert der Steirische ÖAAB mit dem Lehrerbund eine Stärkung der Sonderschulen und eine Wiedereinführung einer spezialisierten Ausbildung im Bereich Sonderpädagogik. Schulassistenz sei wertvoll, könne aber sonderpädagogische Expertise nicht ersetzen.

 



Fotocredits: ÖAAB


 


 

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