Besuch aus Bundesministerium in der Region
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Vertreter:innen des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) besuchten kürzlich die Regionalmanagement Südweststeiermark GmbH, um sich mit regionalen Expert:innen über die Bedeutung der Landwirtschaft für Biodiversität, Biotopverbund und Regionalentwicklung auszutauschen.
Die Regionalmanagement Südweststeiermark GmbH setzt mit lokalen Partner:innen viele Projekte zu den Themen Biodiversität, Naturschutz, Biotopverbund und Lebensraumvernetzung um, die auch der Landwirtschaft dienen. Bei einem Besuch konnten sich nun 15 Mitarbeiter:innen des BMLUK aus der Sektion II (Landwirtschaft und ländliche Entwicklung), Abteilung II/3 (Agrarumwelt (ÖPUL), Bergbauern und Benachteiligte Gebiete, Biologische Landwirtschaft) ein Bild davon machen, wie Naturschutz und Landwirtschaft in der Region Hand in Hand gehen.

Zunächst führte Regionalmanagement Südweststeiermark Geschäftsführer Lasse Kraack in die Struktur und Schwerpunktsetzungen der Regionalentwicklung ein. “Insbesondere die breite interdisziplinäre Zusammenarbeit unter dem Dach des Regionalmanagement führt dazu, über fachliche Grenzen hinweg Lösungen zu finden und Herausforderungen langfristig bearbeiten zu können.”
Wie erfolgreiche Kooperationen von Landwirtschaft und Naturschutz in der Praxis gestaltet werden können, zeigt Leiter des Naturpark Südsteiermark Kilian Cresnik anhand derzeit laufender Projekte. „Der Naturpark hat selbst keine eigenen Flächen. Um Naturschutzmaßnahmen umsetzen zu können, sind wir auf die Mitwirkung der Grundeigentümer:innen – überwiegend Landwirtinnen und Landwirte – angewiesen. Herzstück unserer Naturparkarbeit ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe unter dem Motto: Schützen durch Nützen.“
Biotopverbund-Managerin Katharina Scheibenhoffer betonte, welche Bedeutung die Vernetzung von Lebensräumen heimischer Lebewesen hat. Nicht nur für die wildlebenden Organismen, sondern insbesondere auch für die Menschen der Region und ihre Lebensgrundlagen. Hier setzt das Biotopverbund-Management der Südweststeiermark an und will in enger Zusammenarbeit mit lokalen Partner:innen Maßnahmen auf die Fläche bringen, die sowohl der Umwelt als auch dem Menschen dienen.
Bei einer gemeinsamen Exkursion zum Weingut Polz im Bezirk Leibnitz wurden schließlich umgesetzte biodiversitäts- und biotopverbund-fördernden Projekte vor Ort besichtigt: Eine im Bau befindliche Trockensteinmauer bereichert den Weingarten bald ebenso wie eine geplante Blühwiese. Auf diese Weise finden heimische Pflanzen und Tiere auch auf landwirtschaftlich genutzten Flächen Lebensraum und Nahrungsquellen. Die Biodiversität wird dadurch gestärkt, die Landwirtschaft mit Nützlingen unterstützt und der Biotopverbund ausgebaut.
Fotocredits: RMSWKS



