Gabersdorf: Neues Biomasse-Heizwerk der Bioenergie Gruppe eröffnet
- la6098
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Mit dem neuen Biomasse-Heizwerk in Gabersdorf in Nachbarschaft von Purea schafft die Bioenergie Gruppe eine zukunftsweisende Lösung für nachhaltige, regionale Wärmeversorgung. Rund 300 Kunden, vier Gemeinden und eine jährliche CO₂-Einsparung von 7.000 Tonnen rechtfertigen das Prädikat Vorzeigeprojekt.
Meilenstein für eine nachhaltige, regionale Wärmeversorgung
Mit der Inbetriebnahme und Eröffnung eines neuen Biomasse-Heizwerks in Gabersdorf setzt die Bioenergie Gruppe einen weiteren Meilenstein für eine nachhaltige, regionale Wärmeversorgung in der Südsteiermark. Die neue Anlage verfügt über eine Leistung von 8 Megawatt und ist Teil eines integrierten Energiekonzepts, das Abwärme, Biomasse, Nahwärme und Photovoltaik am Dach des Heizwerkes intelligent miteinander verknüpft.
Was es noch braucht!

„Neben dem Energiekonzept ist die enge Zusammenarbeit mit Gemeinden und das An-den-Mann und An-die-Frau-Bringen der Idee notwendig. Die Anlage ist mit Kunden aktuell ausgelastet. Wichtig war auch die übergeordnete Politik mit einer Anschubfinanzierung und einer 30-prozentigen Förderung durch die KPC“, betont Bioenergie-Geschäftsführer Mag. Jakob Edler bei der feierlichen Eröffnung am 6. Februar 2026. Er bedankte sich auch bei Projektleiter Werner Lerch und den Bioenergie-Mitarbeitern für die Umsetzung des Vorzeigeprojekts.
Intelligente Energieversorgung
Bioenergie-Geschäftsführer DI Bernhard Karrer erinnerte an das Jahr 2018, wo man mit einer Wärmeauskoppelung bei der damaligen TKV begonnen hatte. „Heuer sind es bereits 21 km Fernwärmeleitung und rund 300 Kunden, darunter u.a. auch das LKH, Umdasch oder Krainer die mit Unterstützung der Partner Nahwärme Tillmitsch und Holler mit nachhaltiger Wärme und lokalen Energiequellen versorgt werden!“, freut sich GF Karrer, der auf eine stabile Versorgung mit Wärme dank der Partner und von zwei Pufferspeichern sowie eines gegenseitigen Wärmeaustauschs mit der Nahwärme Tillmitsch als Beitrag zur Klima- und Energiewende und als nachhaltige, zukunftsweisende Energieversorgung verweist.
Sichere Wärmeversorgung für vier Gemeinden
Das neue Biomasse-Heizwerk liefert jährlich rund 20.000 Megawattstunden erneuerbare Wärme und versorgt über die Einspeisung in das bestehende Fernwärmenetz der Nahwärme Tillmitsch von Familie Haselbacher nicht nur den Standort der Partnerfirma Purea selbst, sondern auch die Gemeinden Tillmitsch, Gralla sowie den nördlichen Bereich von Leibnitz. Damit leistet das Projekt einen wesentlichen Beitrag zur sicheren, regionalen und klimafreundlichen Wärmeversorgung
„Starkes Zeichen für Klimaschutz und regionale Zusammenarbeit!“

„Heute setzen wir in Gabersdorf ein starkes Zeichen für Klimaschutz und regionale Zusammenarbeit!“, war auch bei Bgm. Karin Stromberger die Freude über die Eröffnung des Heizwerkes groß. Die Gabersdorfer Bürgermeisterin verwies darauf, dass ihre Gemeinde bereits länger einen verantwortungsvollen und zukunftsorientierten Weg gehe und bereits seit 2022 öffentliche Gebäude über Nahwärme versorge. „Wir sind seit 2006 familien- und kinderfreundliche Gemeinde, seit 2008 eine e5-Gemeinde und seit 2021 KEM- und KLAR-Region im Sinne von Klimaschutz und Klimawandelanpassung. Im Vorjahr haben wir eine neue Kinderkrippe mit klimaaktiv-Gold-Standard eröffnet!“, so Bgm. Stromberger weiter. Gemeinsam mit der Bioenergie Leibnitzerfeld GmbH und regionalen Partnern wie Purea entstehe hier, so die Gabersdorfer Gemeindechefin, nachhaltige Wärme für gemeinden, Betriebe und die Zukunft. „Für Gabersdorf ist das ein echtes Vorzeigeprojekt, verbindet es doch Klimaschutz mit regionaler Wertschöpfung und beweist, dass Energiewende vor Ort gelingt!“, so Bgm. Stromberger.
Innovatives Energiekonzept
„Unsere Vision ist es, unterschiedliche erneuerbare Energieformen sinnvoll zu verknüpfen und vorhandene Potenziale bestmöglich zu nutzen. Dieses Projekt zeigt, wie Abwärme, Biomasse und erneuerbarer Strom als integriertes Gesamtsystem einen echten Mehrwert für Region und Klima schaffen. Denn das gesamte Projekt basiert auf inländischer Wertschöpfung und wurde mit vielen steirischen Firmen als Partner umgesetzt. Auch das Hackgut wird in einem Umkreis von 50 km beschafft.“, betont GF Mag. Edler.

Jährliche Einsparung von 7.000 Tonnen CO₂
Durch das Zusammenspiel der verschiedenen Energiequellen werden am Standort jährlich rund 7.000 Tonnen CO₂ eingespart. Das entspricht etwa 500.000 Bäumen.
„Mit hoher Effizienz, regionalen Ressourcen und intelligentem Energiemanagement entsteht hier ein zukunftsweisender Energieverbund mit Vorbildwirkung über die Region hinaus“, erklärt DI Bernhard Karrer, Geschäftsführer der Bioenergie Gruppe.

„Wir haben seit 2014 und dem Beginn der Abwärmeauskopplung, Vertrauen aufgebaut und sehen die heutige Eröffnung noch immer als absolute Vorzeigekooperation“, ergänzte Purea-Geschäftsführer Mag. Christian Weinberger, der Hannibal Smith mit: „Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!“ zitierte.
Viel Lob von der hohen Politik

„Vielen Dank, dass Sie in diesem Bereich Pioniere waren. Wir sind nun die Nutznießer und auch Leibnitz profitiert davon, wenn man auf verlässliche Partner zählen und Synergien nutzen kann“, war Leibnitz-Bgm. Daniel Kos voll des Lobes für das Projekt.
Zu Vision, Innovation, Kreativität, Zukunftsgeist und Mut gratulierte LAbg. Franz Fartek und bezeichnete die Steiermark als Pionierland für Bioenergie und Biomasse.

„Sie investieren in die Region, Sie investieren in die Zukunft. Dafür möchte ich mich bei allen Beteiligten bedanken. Haben Sie mit dem Schmuckstück viel Freude!“, meinte LAbg.Gerhard Hirschmann.





