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Heiße 100-Jahre-Feier der VS Retznei mit musikalischem Bekenntnis

  • vor 8 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Welche beachtlichen außerordentlichen Leistungen in dieser besonderen Musikvolkschule von den Kindern und Lehrer:innren erbracht werden, zeigte eindrucksvoll die 100-Jahre-Feier der Volksschule Retznei am 19. Juni 2026 im Turnsaal.

 

Der 100. Geburtstag, der am 1. Mai 1926 gegründeten Volksschule war ein besonders emotionales Fest für die gesamte Schulgemeinschaft. So war es auch kein Wunder, dass alle Besucher:innen angesichts der sommerlichen Hitze trotz auf jedem Platz zu findenden Fächer gehörig ins Schwitzen kamen.

Kein Lampenfieber kannten die Kinder, die die Hauptrolle in dieser Jubiläumsaufführung spielten und dank dem engagierten Lehrer:innenteam rund um Direktorin Irene Weinhofer bestens vorbereitet für ihre vielbeklatschen Auftritt waren.

 


Musik und herzliche Begrüßung

Das Jubiläumsfest begann mit dem feierlichen Einmarsch der Marktmusikkapelle Ehrenhausen und der herzlichen Begrüßung der Kinder, deren Eltern und der zahlreichen Ehrengäste.

„Ich bin 20 Jahre an der Schule und immer war die Hitze jedes Mal eine Herausforderung, so wie auch heute eine ganz besondere! Aber so heiß war es noch nie zuvor!“, meinte Schulleiterin Weindorfer, die auch Autorin und schauspielerische Leiterin des Jubiläumsprogramms war. Umso bemerkenswerter und bewundernswerter waren die selbstbewussten Auftritte der Kinder und deren Gesang und Schauspiel. Dafür zollte das Jubiläumsfeierpublikum allen Akteuren auch einen riesengroßen Applaus!

 

Musik und Schauspiel am laufenden Band

Nach der Begrüßung erlebten die Besucher:innen ein sehens- und hörenswertes Programm mit Szenen aus Theaterstücken nach Peter Rosegger („Die Stadtherrenhosen“, „Der Regenschirm“), Volkstanz (Toppozer Kreuzpolka) und Volksliedern („Hans bleib do“) , die einen Vergleich von früher und heute modern interpretiert ermöglicht haben.

Drei von Retzneier Volksschülerinnen gespielte tratschende Damen nahmen Bezug auf die lange 100-jährige Geschichte der Schule. Sie erinnerten an das Geburtsdatum 1. Mai 2026  der Schule, in der der Unterricht mit 56 Schülern begonnen hatte. Aber auch daran, dass das Schulgebäude bei der Gründung als das schönste im ganzen Bezirk Leibnitz gegolten habe. Auch an den seinerzeitigen Direktor Detlev Gruber, der im Jahr 1990 der Gründervater der so erfolgreichen Musikvolksschule war, wurde gedacht.

Der Schulchor unter der musikalischen Leitung von Stefan Wolf stimmte zum Auftakt das Lied „Es wird anders sein“ an, dem noch zahlreiche weitere Volkslieder folgten.

Das Fazit der schauspielerischen Darbietungen war, dass Lehrer vor 100 Jahren streng und ungerecht zu den Kindern waren, die damals noch recht lange zu Fuß in die Schule gehen mussten. Sketches, die auch Bezug auf die seinerzeitige strenge Schulordnung nahmen, boten einen anschaulichen Vergleich des Schulalltags von damals mit heute. Eine Fundgrube dafür sind Peter Roseggers sozialkritische Hauptwerke „Waldheimat“ oder „Jakob der Letzte“, der als 17-Jähriger als Wanderschneider das harte Leben der damaligen Zeit und den gesellschaftlichen Wandel persönlich erlebt hat.

„Wir haben ein turbulentes Jahr hinter uns. Ich bin stolz darauf, wie die Eltern und der Elternverein hinter unserer Schule stehen und um unsere Schule kämpfen!“, gab Dir. Weindorfer zum Finale allen Gästen mit auf den Heimweg.

Ein klares Statement der Kinder und wohl auch des Lehrerteams war dann auch das vom Pädagogen Stefan Wolf komponierte Abschlusslied „Wir wollen bleiben. Die Schule ist so schön! Wir wollen nicht nach Hause gehen!“.

 


Unterhaltsames Rahmenprogramm 

Ihren Spaß hatten alle Kinder beim Glücksrad mit tollen Preisen sowie Überraschungen. Das Schätzspiel forderte die Erwachsenen heraus, zu erraten, wieviel Kürbiskerne in einem Glas Platz fanden.

 

Fest im Zeichen von 100 Jahren Schulgeschichte

Im Anschluss an den Festakt wurde noch gemeinsam bei Speis und Trank aus der Region in geselliger Atmosphäre von Groß und Klein gefeiert.

Ein herzlicher Dank gilt laut dem Elternverein den Unterstützern des Festes. So vor allem Koppitz Eis, Gasthof Sauer, Buschenschank Zweytick, Weingut Kögl und Weingut Wieser sowie allen helfenden Händen, die diesen Anlass zu etwas ganz Besonderem werden ließen.

 


Fotocredit: Heribert Kindermann

 

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