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„Jeder Tropfen zählt – Wasser in der Landschaft halten“ – Grüne Initiative gegen Wasserknappheit in der Steiermark

  • vor 38 Minuten
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Sandra Krautwaschl
Sandra Krautwaschl

Krautwaschl: „Wir schicken wertvolles Wasser noch viel zu oft in den Kanal. Die Steiermark braucht einen Plan, damit Regen dort bleibt, wo er gebraucht wird: im Boden, auf Grünflächen und in der Landschaft.“

 

Mit einer Landtagsinitiative gegen Wasserknappheit drängen die Grünen Steiermark auf einen neuen Umgang mit Regenwasser. Das Land soll Gemeinden künftig dabei unterstützen, Regenwasser vor Ort zu speichern, zu nutzen und versickern zu lassen. Vorbild ist die „Regenwasser-Be-Halteregion Thayaland“ in Niederösterreich: Dort wurden Schulen und Kindergärten mit Regentonnen ausgestattet, öffentliche Einrichtungen auf Regenwassernutzung umgestellt, Zisternen in kommunale Gebäude integriert, Versickerungsbecken errichtet und Bürger:innen unterstützt, wenn sie Regenwasser am eigenen Grundstück zurückhalten. Und mit verschiedenen Programmen in Schulen und Kindergärten werden bereits die Jüngsten für einen bewussten Umgang mit Wasser sensibilisiert.

 

Wir erleben gerade, wie schnell Wasser zur Sorge werden kann: einmal fehlt es den Böden, den Bäuerinnen und Bauern und unseren Wäldern, dann kommt es bei Starkregen in kurzer Zeit viel zu viel. Genau deshalb ist unser Vorschlag so sinnvoll: Wir wollen Wasser nicht möglichst rasch in den Kanal schicken, sondern in der Landschaft halten. Jeder Tropfen, der versickert, gespeichert oder später genutzt wird, hilft“, sagt Grünen-Klubobfrau Sandra Krautwaschl.

 

Konkret schlagen die Grünen einen steirischen Regenwasserplan nach niederösterreichischem Vorbild vor. Gemeinden sollen damit gemeinsam mit Fachplaner:innen erheben, wo Regenwasser heute Probleme verursacht, wo es gespeichert oder versickert werden kann und welche Maßnahmen im öffentlichen Raum, auf privaten Grundstücken, in der Raumordnung oder im Außeneinzugsgebiet sinnvoll sind. Daraus entsteht ein Maßnahmenpaket für die jeweilige Gemeinde – von Entsiegelung und Versickerungsmulden über Regenrückhaltebecken bis zur Nutzung von Regenwasser bei öffentlichen Gebäuden.

 

Auch private Haushalte sollen leichter mitmachen können. Die Grünen wollen die bestehenden Förderungen für Regenwasserzisternen weiterentwickeln und gemeinsam mit interessierten Gemeinden ein Fördermodell nach dem Vorbild Thayaland schaffen. Unterstützt werden sollen Zisternen, Versickerungsanlagen und naturnahe Maßnahmen, die Regenwasser direkt am Grundstück speichern oder in den Boden bringen. Bei Neubauten und größeren Sanierungen von Landesgebäuden sowie bei geförderten kommunalen Bauvorhaben soll künftig standardmäßig geprüft werden, wie Regenwasser genutzt oder vor Ort versickert werden kann.

 

Thayaland zeigt: Es braucht keine riesigen Prestigeprojekte, damit etwas weitergeht. Viele kleine, gut geplante Schritte bringen echten Nutzen für die Wasserversorgung, für die Gemeinden, für die Landwirtschaft und für die Menschen daheim im Garten“, so Krautwaschl.

 



Fotocredits: Fischer – Land Steiermark

 

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