Kaserne Straß: Tausende Besucher feierten mit Soldaten Garnisonsfest
- 15. Sept. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Ein enormer Publikumsmagnet war am 13. September 2025 das große, traditionelle Garnisonsfest der Erzherzog-Johann-Kaserne Straß. Die Soldaten des Jägerbataillons 17 informierten die Tausenden großen und kleinen Besucher:innen zunächst im Zuge des Tages der offenen Tür über den militärischen Alltag und präsentierten Geräte und Waffen.

Run auf das Kasernenfest
Die Parkplätze entlang des Garagenbezirks und im Markt Straß in Steiermark quollen beim jüngste Garnisonsfest schier über. Und wer nicht schon pünktlich ab 10 Uhr zum Tag der offenen Tür gekommen war, der musste vom Parkplatz doch einen weiteren Weg in das Kasernengelände in Kauf nehmen.
In Straß da tut sich `was!
Die Soldaten des Jägerbataillons 17 boten den zahlreichen Besucher:innen bei ihrer Waffen- und Geräteschau und einer Reihe von dynamischen Vorführungen einen eindrucksvollen Überblick über das Leistungsspektrum der Erzherzog-Johann-Kaserne Straß. Im Rahmenprogramm wartete auf die jüngsten Gäste ein lustiger Kindererlebnispark.
Für das leibliche Wohl der Besucher:innen war mit Gulaschkanone und Gusto-Meile bestens gesorgt. Mitglieder der Garde boten sehenswerte Einlagen im großen Kompetenzzentrum für den Pandur Evolution, der natürlich im Mittelpunkt des Geschehens stand und mit dem interessierte Gäste sogar Ausfahrten ins Gelände unternehmen konnten. Die Militärmusik sorgte schließlich für die klingende Umrahmung des Feiertages.
Einblicke in die lange Geschichte
Eine interessante Möglichkeit bot der Tag der offenen Tür auch für eine Führung durch das Truppenmuseum in der Erzherzog-Johann-Kaserne. Es zeigt in drei Räumlichkeiten die Geschichte der Region und des österreichischen Bundesheeres. Im ersten Raum wird die Geschichte des Ortes Straß dargestellt. Der zweite Raum widmet sich den Straßer Traditionsverbänden (3-er und 26-er sowie Alpenjäger). Der dritte Raum widmet sich der Entwicklung des österreichischen Bundesheeres - vom ersten Bundesheer über den Zweiten Weltkrieg und die B-Gendarmerie bis zum heutigen Bundesheer. Ferner werden verschiedene Einsätze dokumentiert, wie etwa der Grenzschutz zum ehemaligen Jugoslawien oder UNO-Friedensmissionen.
Von Josef Gaber war dabei zu erfahren, dass bereits seit dem Jahr 1852 das Militär bereits in Straß ist. Am Beginn der langen militärischen Historie standen ein Militärärar und eine Kadettenschule. Prominenter und bekannter Absolvent der Schule war u.a. der General und Politiker Theodor Körner, der nicht nur Wiener Bürgermeister, sondern auch erster direkt vom Volk gewählte österreichsicher Bundespräsident war. Nicht mindere Bekanntheit erlangte ein weiterer Straßer Schulabsolvent. Oberstleutnant Josef Ritter von Gadolla sorgte als Kommandant der Stadt Gotha in Thüringen am Ende des Zweiten Weltkrieges dafür, dass die Stadt vor umfangreichen Zerstörungen verschont blieb. Den ignorierten Befehl zur Zerstörung von Gotha bezahlte er mit seinem Leben.

Beginn der Pfadfinder in Österreich
Aber auch der Begründer der Pfadfinderbewegung in Österreich war einst Lehrer an der k.u.k. Militär-Unterrealschule Straß. Willy Teuber-Weckersdorf stand nämlich bereits im Jahr 1909 an der Wiege der österreichischen Pfadfinder als er das englische Original „Scouting for Boys“, im Unterricht verwendete und pfadfinderische Übungen mit seinen Schülern durchführte.

Finale mit großem Open Air
Der Tag der offenen Tür und das Garnisonsfest gingen dann nahtlos in ein klingende Open Air über. Denn abends sorgte schließlich die angesagte Gruppe "Die Südsteirer" und die „P&H-Disco Night“! im Kasernenareal für jede Menge Unterhaltung der Besucher:innen und Abendschwärmer.
Fotocredit: Heribert Kindermann, MA







































