KI soll die regionale Wirtschaft beflügeln
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Aktualisiert: vor 5 Tagen

AMS Leibnitz und die WKO Regionalstelle Südsteiermark haben am 9. Juni 2026 südsteirische Wirtschaftstreibende in das Alte Kino Leibnitz zu einem Vortrag eingeladen, um ein neues Thema von brennender Aktualität in den Fokus zu rücken. Unter dem Titel „Arbeitswelt neu denken: KI als Motor für regionale Entwicklung“ widmeten sich zwei Vortragende der Frage, wie die Künstliche Intelligenz die Art verändert, wie in heimischen Unternehmen gearbeitet, rekrutiert und gewirtschaftet wird.

Arbeitswelt neu denken
Beim gemeinsamen Kund:innenmeeting von AMS und WKO Südsteiermark erfuhren namhafte Vertreter:innen regionaler Betriebe, von Gemeinden und aus der Politik aus erster Hand, wie KI die Innovation fördert und neue Wege eröffnet.
IT-Expertin Monika Fuchs und AMS-Berater Stefan Mesicek gaben spannende Einblicke in praktische Einsatzmöglichkeiten Künstlicher Intelligenz.
„Wir greifen mit unseren gemeinsamen Veranstaltungen Ideen und Themen auf, die uns bewegen!“, so AMS-Leibnitz Geschäftsstellenleiterin Ingrid Gürtl. „Es ist wichtig, dass sich bei dieser bezirksübergreifenden Veranstaltung beim spannenden Thema KI Wirtschaft, Arbeitssuchende und Unternehmer zusammenarbeiten und vernetzen. Sie bringt viele Chancen, aber auch Risiken und Herausforderungen für die regionale Wirtschaft!“, meinte WKO RSTL Martin Heidinger.
Auch für WKO-Präsident Josef Herk ist die KI ein sehr heißes Thema: „Man kann sich eigentlich nicht genug damit beschäftigen!“
AMS-Steiermark-Landesgeschäftsführer-Stellvertreterin Yvonne Popper-Pieber lobte die gut arbeitende Sozialpartnerschaft bei Problemen am Arbeitsmarkt angesichts der Demografie, wodurch es einen stabilen Arbeitsmarkt in der Steiermark gäbe.
„Bei uns finden sich Initiativen, die mehr machen wollen, was einen Mehrwert für die gesamte Region, Bevölkerung und Unternehmen bringt. Bei uns wird größer gedacht und traut man sich mehr als anderswo. Wir müssen uns der Disruption stellen und KI als Chance sehen und das Problem proaktiv angehen!“, ergänzte NRAbg. Bgm. Joachim Schnabel.
„Die KI wird uns in Zukunft viel, viel mehr begleiten. Wir müssen uns zukunftsfit machen. Es funktioniert bereits sehr gut, aber es ist noch ein weiter Weg“, betonte Leibnitz-Bgm. Daniel Kos.
„Es wird nie wieder eine Welt ohne KI geben“
Die Durchdringung Künstlicher Intelligenz (KI) in der steirischen Wirtschaft schreitet rascher als gedacht voran und ist aus mehreren Gründen notwendiger denn je und bereits jetzt nicht mehr aus dem wirtschaftlichen Alltag wegzudenken. KI ist relevant für Geschäftsmodelle und die Wertschöpfung der Wirtschaft.
„Es wird nie wieder eine Welt ohne KI geben. Aber welche Rolle der Mensch darin spielt, entscheiden wir!“, brachte es die als „die Füchsin“ bekannte IT-Expertin Monika Fuchs aus Wagna auf den Punkt.
Ein besonders starkes Argument für mehr notwendigen KI-Einsatz sei, so Fuchs, die Demografie, die sie als eine von vier Megakräften sieht. „Bis 2050 werden in Österreich rund 600.000 Menschen mehr über 65 Jahre alt sein und gleichzeitig rund 300.000 weniger 20- bis 65-Jährige in unserem Land leben. Bundesweit schrumpft die Erwerbsbevölkerung bis 2028 trotz angenommener Nettozuwanderung von 30.000 Personen pro Jahr laut WIFO um 245.000 Personen!“, stellte „die Füchsin“ ihrem Vortrag „KI im Unternehmen 2026: Wo wir stehen – und wie sich die Arbeit jetzt verändert“ voran.
Dem Fachkräftemangel sollten Unternehmen u.a. mit KI-Agenten (digitale Mitarbeitende) begegnen, denen sie Wissen antrainieren und übergeben. Unternehmen dürften die KI nicht ablehnen, so Fuchs, denn sie sei die schnellste Entwicklungswelle in der Geschichte der Arbeitswelt. „Unternehmen müssen jetzt mit KI starten, sonst bekommen sie in 3 bis 5 Jahren ein Problem! Es entstehen neue Berufe und es sind neue Schlüsselkompetenzen gefragt.“, bilanzierte die Expertin.
„Wie unterstützt die KI die Stellenbesetzung?“
Mit der kompetenzorientierten Vermittlung dank KI im AMS beschäftigte sich AMS-Berater Stefan Mesicek in seinem Vortrag „Wie unterstützt die KI die Stellenbesetzung?“. Der Vortragende gab praktische Einblicke in das Berufsinformationssystem, das den Fokus auf fachliche berufliche Kompetenzen richte. Dank KI könnten, so Mesicek, Kompetenzen aus Lebensläufen rascher mit den Anforderungen passender offener Stellen abgeglichen werden.
Große Emotionen am Schluss
„Haben sie Freude mit der KI und keine Angst, Machen sie sie zum Diener und nicht zum Herrscher!“, appellierte an das Auditorium im Alten Kino Leibnitz.
Trotz der Fülle an emotionslosen KI kam es am Schluss der Veranstaltung noch zu sehr großen Emotionen. AMS-Leibnitz Geschäftsstellenleiterin Ingrid Gürtl wird nämlich ab 1. August 2026 nach vier Jahrzehnten im AMS in Pension gehen.
WKO-Präsident Herk, RSTL Heidinger und WK-Regionalstellenobmann-Stellvertreterin Margit Pratter-Demuth überreichten Ingrid Gürtl eine besondere Dank- und Anerkennungsurkunde. Damit bedankte sich die WKO Steiermark bei Geschäftsstellenleiterin Gürtl für ihre langjährigen Verdienste um den Arbeitsmarkt und den Wirtschaftsstandort des Bezirks Leibnitz
„Ich blicke mit Dankbarkeit auf meine mit vier Jahrzehnten gesegnete Arbeit im AMS zurück. Ich bin stolz darauf, dass die Zusammenarbeit in der Sozialpartnerschaft nur hier bei uns im Bezirk Leibnitz derart stark menschelt!“, bilanzierte Ingrid Gürtl.
Nach den Vorträgen gab es noch ausreichend Gelegenheit, miteinander zu diskutieren und mit den Gästen aus Politik und Wirtschaft gestärkt durch Kulinarik der Kompetenz Netzwerke zu pflegen.

Fotocredits: AMS Leibnitz







