Künstliche Intelligenz im Fokus: Premiere des SteirerTalks ging am 13. Jänner über die Bühne
- la6098
- vor 21 Stunden
- 2 Min. Lesezeit

Die Premiere des neuen Diskussionsformates SteirerTalk der Steirischen Volkspartei fand am Dienstag, dem 13. Jänner 2026 in der Parteizentrale am Karmeliterplatz in Graz statt. Im Fokus stand dabei das Thema Künstliche Intelligenz.
Rund 160 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil. Unter der Leitung von Moderatorin Claudia Aichhorn-Edler diskutierten Dr. Gerit Katrin Jantschgi, Expertin für Tech Law, und Mag. Dr. Andreas Windisch, Chief Science Officer von AI Austria und Forschungsgruppenleiter bei JOANNEUM RESEARCH, über den Einfluss Künstlicher Intelligenz auf Wirtschaft, Standort und Arbeitsplätze. Dabei beleuchteten sie den Status Quo von KI-Einsatz in Österreich, ethische und rechtliche Fragen und gaben einen Ausblick auf die Zukunft hinsichtlich der Potenziale und notwendiger Regulierung.

Verunsicherung und Chancen
Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom begrüßte das Publikum und freute sich über zahlreiche Besucherinnen und Besucher: „Mir ist es wichtig, dass wir die Steirische Volkspartei und das Haus wieder öffnen und uns Themen widmen, zu denen es durchaus verschiedene Blickwinkel gibt.“ Auch Landesgeschäftsführer Georg Preßler bekräftigte die Bedeutung des Diskurses für die Steirische Volkspartei. „Es ist uns ganz wichtig, die Themen der Zeit hereinzuholen, diese zu diskutieren und über den Tellerrand zu blicken. Gerade das Thema der Künstlichen Intelligenz durchdringt uns auf allen Ebenen, verursacht Verunsicherung, bietet aber auch viele Chancen“, so Preßler.
Strategie und Rechtsrahmen
Juristin Jantschgi sprach unter anderem davon, dass Unternehmen aktuell noch Schnellschüsse im Bereich KI erwarten, die in dieser Form nicht möglich seien. Sie wünschte sich in erster Linie mehr Zeit und strategische Planung beim Einsatz Künstlicher Intelligenz. Jantschgi unterstrich auch die Wichtigkeit eines funktionierenden Rechtsrahmens und meinte: „Gesetze macht aus, dass man auf viele Lebenssachverhalte in einem vielleicht gar nicht so schnell erklärbaren Rahmen Anwendungsmöglichkeiten schafft.“ So könne auch das ABGB in seiner Grundfassung beim Thema KI Rechtssicherheit schaffen.

Steigerung der Effizienz
Auch KI-Experte Windisch konstatierte, dass beim Einsatz Künstlicher Intelligenz zwischen Wunschdenken und Realität noch eine beträchtliche Diskrepanz bestehe. So würde in Österreich erst gut ein Viertel der Unternehmen KI in seinen Abläufen nutzen. Windisch sieht die Technologie als Chance und forderte von der Gesellschaft mehr Mut ein, diese zu ergreifen. Der Sorge, Künstliche Intelligenz könne Arbeitsplätze gefährden, entgegnete Windisch: „KI beseitigt keine Jobs, sondern sie beseitigt Friktion. Prozesse, die Ressourcen, Personal und Zeit kosten, kann ich dadurch effizienter machen. Damit schaffe ich Freiräume, um meine kreative Seite anderswo einzusetzen.“

Event mit Fortsetzung
Landesgeschäftsführer Preßler kündigte für das Jahr 2026 vier weitere Events des Formats an. Inhaltlich werden sich diese an aktuell relevanten Themen orientieren und die Expertise diverser Fachleute bündeln. Damit schafft die Steirische Volkspartei auch eine Brücke zu ihrem Jahresschwerpunkt Wirtschaft, Jobs & Standort. Der nächste SteirerTalk geht im März über die Bühne.
Fotocredits: © StVP/Benjamin Gasser





