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Naturschutzbund sucht Frosch-Retter*innen – jetzt anmelden!

  • la6098
  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit


Der Springfrosch ist der allererste, der im Frühjahr aus seiner Winterstarre erwacht und sich auf den Weg zu seinem Laichgewässer macht.
Der Springfrosch ist der allererste, der im Frühjahr aus seiner Winterstarre erwacht und sich auf den Weg zu seinem Laichgewässer macht.

Unsere Amphibien treten früher und früher ihre Wanderung zu ihren Laichgewässern an. Deshalb bittet der Naturschutzbund, sich bereits jetzt für seine Froschklaub-Börse anzumelden. Denn tausende Frösche, Kröten, Unken, Molche und Salamander stehen schon in den Startlöchern zu ihrer nicht ungefährlichen frühlingshaften „Reise“.


Fröscheklauben leicht gemacht

Der Naturschutzbund hat 2023 die Froschklaub-Börse gemeinsam mit den Regionalkoordinator*innen ins Leben gerufen. Regionalkoordinator*innen sind in allen neun Bundesländern für die Organisation der Froschklaub-Aktionen zuständig und arbeiten dabei eng mit Zaunkoordinator*innen zusammen, die für die Durchführung des Fröscherettens vor Ort an dem jeweiligen Zaun verantwortlich sind. Auf der Froschklaubbörse-Homepage des Naturschutzbundes sind alle Strecken in ganz Österreich eingezeichnet, an denen noch dringend Helfer*innen benötigt werden. HIER können die Strecken eingesehen werden und mit nur drei Klicks geht es zur Anmeldung. Man gibt dann die gewünschte Strecke sowie die Tage an, an denen man Zeit hat. Alle weiteren Informationen, die für das Frosch-Klauben wichtig sind, erhält man dann direkt bei der Froschklaub-Aktion.


Zäune, Kübel und helfende Hände

Wenn die Temperaturen milder werden, erwacht der Springfrosch – gefolgt von Grasfrosch und Erdkröte – als erster aus seiner Winterstarre. Die drei Frühzünder beginnen bereits ab Mitte Februar zu ihren Laichgewässern zu wandern. Doch auf dem Weg dorthin lauern lebensgefährliche Barrieren – die Straßen. Eine bewährte Akut-Maßnahme, um unseren Amphibien eine sichere Wanderung zu ermöglichen, ist die sogenannte Zaun-Kübel-Methode: Man kennt sie, die grünen Froschzäune, die im Frühjahr die Straßenränder säumen und das frühlingshafte Landschaftsbild prägen. Hinter den Zäunen werden Kübel in den Boden eingegraben, in die die Frösche bei ihrer Wanderung entlang des Zauns plumpsen. Es klingt ganz einfach: Die Froschklauber*innen sammeln die Tiere aus den Kübeln und setzen sie auf der anderen Straßenseite ab. Doch es gibt dabei einiges zu beachten: Nur ausgebildete Froschklauber*innen dürfen Amphibien neben Zäunen oder aus Kübeln (auf)klauben. Denn jedes einzelne Tier muss gezählt und bestimmt werden. Nur so ist es möglich, die „Lage“ an den Wanderstrecken realitätsgetreu abzubilden und aus den gesammelten Daten weitere Naturschutzmaßnahmen abzuleiten.


Erleben – erfassen – erretten

Das Fröscheklauben ist eine arbeitsintensive, aber lohnende Aufgabe. Die Amphibien-Kübel müssen täglich – teils sogar mehrmals – „kontrolliert“ und geleert werden, dazu benötigt es ein gut koordiniertes Team. Tag für Tag können so Amphibien hautnah erlebt und – vor allem – viele Frosch-Leben gerettet und damit ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz geleistet werden. „Froschklauben ist eine wichtige und schnell realisierbare Akut-Maßnahme im Amphibienschutz. Genügend engagierte Helfer*innen sind dabei für uns und unsere Regionalkoordinator*innen unverzichtbar. Herzlichen Dank an alle Froschklauber*innen, die sich in ihrer Freizeit tatkräftig für das Leben von Frosch und Co. einsetzen!“, sagt Carolina Trcka-Rojas, Leiterin des „Netzwerks Amphibienschutz“ beim Naturschutzbund Österreich.


Interessierte bitte bei der Froschklaub-Börse des Naturschutzbundes melden!

Bei Fragen helfen die Regionalkoordinator*innen in den Bundesländern gerne weiter.


Fotocredits: © Wolfgang Schruf

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