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Ostern und Eier: Versorgungslücke durch Ausbau schließen

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Die gute Nachricht: Eier sind zwar knapp, aber die Versorgung ist gesichert.                                                            v.l.n.r.: Einsteiger Johannes Riegler, Vizepräsidentin Maria Pein, Einsteigerin Nina Schweinzger, Obmann Geflügelwirtschaft Steiermark Hans-Peter Schlegl
Die gute Nachricht: Eier sind zwar knapp, aber die Versorgung ist gesichert. v.l.n.r.: Einsteiger Johannes Riegler, Vizepräsidentin Maria Pein, Einsteigerin Nina Schweinzger, Obmann Geflügelwirtschaft Steiermark Hans-Peter Schlegl

Gerade zu Ostern wird es mit Eiern immer wieder knapp. Heimische Produzenten wollen ausbauen, stoßen aber auf zahlreiche Hürden.

 

„Hamsterkäufe sind nicht nötig, die Osternester werden heuer nicht leer bleiben. Die Versorgung mit Eiern rund um Ostern ist gesichert, auch wenn möglicherweise nicht jederzeit immer alle Haltungsformen im Regal verfügbar sind“, beruhigt Landwirtschaftskammer-Vizepräsidentin Maria Pein.


Was sind die Ursachen für die abermalige Eierknappheit zur Hochsaison um Ostern?

 

  1. Die zuletzt wirtschaftlich mageren Jahre der Legehennenhalter, in denen kaum Ställe gebaut, aber gleichzeitig Stalltüren geschlossen werden mussten.

  2. Massive Ausfälle von Legehennen durch die Vogelgrippe im Norden von Europa – 12 Millionen Tiere mussten gekeult werden.

  3. Der anhaltende Protein-Trend sorgt für steigenden Eikonsum. Eier sind eine unverzichtbare, hocheffiziente und zugleich kostengünstige Eiweißquelle. In den vergangenen fünf Jahren ist der Pro-Kopf-Verbrauch um 14 Stück gestiegen.

 

Mit rund 2,5 Millionen Legehennen halten die steirischen Bauern im Eierland Nummer 1 statistisch gesehen für jeden Steirer und jede Steirerin zwei Legehennen. Heimische Produzenten wollen ausbauen, stoßen aber auf zahlreiche Hürden – faire Spielregeln nötig.


Um Versorgungsengpässe in den Hochsaisonen Ostern und Weihnachten zu vermeiden, wollen die Bäuerinnen und Bauern die Legehennenhaltung ausbauen. „Für einen Einstieg

ist die Marktlage zwar ideal. Doch vor allem die bürokratischen Hürden beim Bau- und

Raumordnungsgesetz und die hohen Investitionskosten dämpfen die Bereitschaft in die Branche einzusteigen oder zu erweitern“, sagt die Vizepräsidentin. Trotz guter Zusammenarbeit mit den Baubehörden dauert es bestenfalls 1,5 Jahre, bis ein neuer Stall bezogen werden kann, in der Regel sind es jedoch drei Jahre. Vielfach sind teure verzögernde Gutachten beizubringen. Für den Ausbau der Inlandsversorgung fordert Vizepräsidentin Pein klare Spielregeln.


Die Spielregeln


  1. Schnelle und effiziente Bauverfahren – weniger Bürokratie, mehr Praxisorientierung.

  2. Verlässliche Vermarktungspartner, die heimische Qualität mit fairen Preisen dauerhaft schätzen – die hohen Investitionen setzen stabile, wirtschaftliche Planbarkeit und klare Perspektiven voraus.

  3. Eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung bei verarbeiteten Lebensmitteln mit Eianteil wieNudeln, Kuchen & Co sowie für Speisen mit Eianteil in der Gastronomie.

 

Hans Peter Schlegl, Obmann Geflügelwirtschaft Steiermark und Legehennenhalter:

 „Investitionen in neue Stallungen erfordern langfristig stabile Einkommensverhältnisse. Wir erweitern die Produktion schrittweise und mit klarer Perspektive“, unterstreicht auch Hans-Peter Schlegl, Obmann der Geflügelwirtschaft Steiermark. Die Branche rechnet bundesweit mit einem zusätzlichen Legehennenbestand von rund 500.000 Tieren bis zum Jahr 2028. Insgesamt würde der Bestand damit von derzeit rund 7,5 auf etwa 8 Millionen Legehennen in Österreich steigen. Das entspricht rund 135 Millionen zusätzlichen Eiern für Handel und Gastronomie.


Fotocredits: LK/Steiermark - Danner 
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