Run auf die Fassprobenverkostung von Martin Gründl in Lind
- la6098
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Der Ansturm auf die jüngste Fassprobenverkostung des Weingutes Gründl in Lind am 7. Februar 2026 war derart groß, dass diesmal in drei Gruppen interessierte Weinkenner:innen die Fassproben verkostet haben. Das Weingut Gründl ist eben eine begehrte Adresse für Genießer und Weinkenner!
Verkostung im Familienbetrieb Gründl
Weinbau- & Kellermeister sowie Sommelier Martin Gründl kredenzte mit tatkräftiger Unterstützung seiner Eltern Brigitte und Alois sowie seiner Freundin den Connaisseuren im Fasskeller in der Sonnenstraße 11 in Lind in der Marktgemeinde St. Veit in der Südsteiermark edle Tropfen des Weinjahrgangs 2025 bzw. 2024 und einen noch im Holzfass heranreifenden Zweigelt aus dem Jahr 2021.

Den Auftakt des Verkostungsreigens bildete das prickelnde Erlebnis eines Frizzante Rosé, der den Verkostungsteilnehmer:innen so richtig Appetit auf noch mehr Weingenuss gemacht hat.
Familie Gründl kann bereits auf eine lange, kultivierte Weinbautradition zurückschauen und bewirtschaftet aktuell eine Weingartenfläche von 8,4 ha in zwei Lagen (Riede Labitschberg und Grubtal) in Gamlitz.
Ein Blick zurück

„Die Lese der Weintrauben erfolgt von Jahr zu Jahr früher! Im Vorjahr bereits am 6. September. Aufgrund der hohen Tagestemperaturen haben wir bereits sehr früh am Morgen zu lesen begonnen und das eingebrachte Traubengut recht flott verarbeitet. Wir waren bereits in nur 10 Tagen mit der Ernte fertig, weil später starke Regenfälle zu erwarten waren. Der neue Jahrgang glänzt mit großer Fruchtigkeit und Frische! “, weiß Martin Gründl.
Weine direkt vom Fass
„Entscheidend für die Langlebigkeit ist die Reife, nicht nur der Trauben im Weingarten, sondern auch später jene des Weines im Stahltank oder Holzfass“, erläuterte Martin Gründl.

Bereits füllfertig und klar filtriert präsentierte sich der sortentypische Weißburgunder 2025, der im Weingut Gründl die Hauptsorte bildet.
„In der Nase heftig, nussig zeigt sich unser Weißburgunder mit einer besonderen Feuchtigkeit und Frische am Gaumen!“, beschreibt Sommelier Martin Gründl.
Als idealen Speisebegleiter zu weißem Fleisch und asiatischen Gerichten empfahl der Verkostungsleiter die Rebsorte Scheurebe, für die als Synonym auch die Bezeichnung Sämling 88 verwendet werde. „Unsere Scheurebe ist ebenfalls ausgesprochen fruchtig und schmeckt nach Marille. Bei der Traubenverarbeitung in unserem Fasskeller in Lind lassen wir das Traubengut bereits auf der Maische angären, damit wir die in den Traubenschalen befindlichen Aromastoffe in den späteren gereiften Wein bekommen!“, verrät Martin Gründl.
Der sortentypische Gelbe Muskateller besticht mit einer an Almkräuter erinnernden Nase und einer fruchtigen, würzigen Kräuteraromatik.
Vom Edelstahl zur Eiche

Vom Stahltankkeller wechselte die Verkosterrunde für die Verkostung in den Holzfasskeller. „Unsere Eichenfässer stammen von den Fassbindern Schneckenleitner und Pauscher. Das dafür verwendet Holz ist französische oder slawonische Eiche aus Österreich, Slowenien oder Ungarn. Unsere Holzfässer werden nur bis zu sieben bis acht Mal verwendet“, betont Gründl.

Die erste Holzfassprobe war ein noch im Ausbau und daher noch trüber Sauvignon Blanc 2024 für den Martin Gründl sehr reife Trauben zur Verfügung standen.

Noch nicht fertig vergoren ist der Chardonnay 2025, der aber bereits großes Potenzial verspricht.

Den krönendern Abschluss bildete der Blaue Zweigelt 2021. Er glänzt durch ein klares Kirschen-Aroma und reift bereits 36 Monate im Holzfass. Er wird nach Abfüllung in Flaschen zum Oppidum Humiste (lateinische Bezeichnung für Imst) geadelt.

Alois Gründl erläuterte die Namensgebung für diesen ganz besonderen Zweigelt, die auf eine Zusammenarbeit mit dem gebürtigen Tiroler Henry Sams zurückgeht. Der Weinexperte verbrachte seine Kindheit und Jugend in Imst und Oppidum Humiste ist schließlich die lateinische Bezeichnung für das heutige Imst

Bilanz des spannenden Verkostungsreigens: Die jüngste Fassprobenverkostung im Weingut Gründl machte nicht nur so richtig Appetit auf die von Brigitte Gründl im Verkaufsraum, gereichten köstlichen Brote, sondern überhaupt auf die weitere Entwicklung der Gründl-Weine. Übrigens: Die Klassik-Vertreter sind zum Teil im Jänner in Flaschen gefüllt worden und stehen bereits zum Verkauf bereit.
Fotocredit: Heribert Kindermann MA./Tschinkel

















