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Österreich-Premiere in Gabersdorf: Erdgasleitung auf 100 Prozent Wasserstoff umgestellt

vor 4 Minuten
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Foto v.l.n.r: Werner Ressi (Vorstand Energie Steiermark), Christian Weinberger (Geschäftsführer Purea) und Martin Graf (Vorstand Energie Steiermark)
Foto v.l.n.r: Werner Ressi (Vorstand Energie Steiermark), Christian Weinberger (Geschäftsführer Purea) und Martin Graf (Vorstand Energie Steiermark)

Die Energie Steiermark setzt im südsteirischen Gabersdorf einen Meilenstein für die Energiewende: Im Zuge der Netzeinspeisung von Wasserstoff und Biomethan wurde erstmals in Österreich eine bestehende Erdgasleitung vollständig auf den Betrieb mit 100 Prozent Wasserstoff umgestellt und nach dem Gaswirtschaftsgesetz genehmigt.


Erstmals wird unter realen Bedingungen getestet, wie die bestehende Gasinfrastruktur für Wasserstoff genützt werden kann werden. Ziel ist eine Beschleunigung bei der Dekarbonisierung der Industrie und eine Senkung der Investitionskosten. Konkret werden die Eignung bestehender Materialien, die Sicherung der Wasserstoffqualität in gebrauchten Leitungen, notwendige Aufbereitungsverfahren und der gesetzliche Prüf- und Umwidmungsprozess in der Praxis untersucht. Das liefert wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Wasserstoffnetze in Österreich. Dabei liefert das Forschungsprojekt HyGrid² (es ist mit 2,3 Millionen Euro dotiert) wesentliche Grundlagen.


Erstmals in der Steiermark wird in Gabersdorf auch gleichzeitig die Energieversorgung eines Industriebetriebes auf neue Beine gestellt: Das Unternehmen PUREA in Gabersdorf hat in Kooperation mit der Energie Steiermark seine Erdgas-Anlagen umgestellt und arbeitet ab sofort mit einer 10 Prozent-Beimischung von Wasserstoff. Die technischen Vorbereitungen für einen 20 Prozent-Anteil sind abgeschlossen. Die Beimengung von Wasserstoff in das bestehende Gasnetz stellt einen wichtigen Zwischenschritt für einen erfolgreichen Wasserstoffhochlauf dar.

 

In den kommenden Jahren soll in der Steiermark ein mehr als 200 Kilometer langes Wasserstoffnetz entstehen. Ziel ist es, insbesondere energieintensive Industriebetriebe mit Wasserstoff zu versorgen und ihnen damit eine klimafreundliche Alternative zu fossilem Erdgas zu eröffnen. Während neue Wasserstoff-Leitungen bereits alle Voraussetzungen für den Betrieb haben, müssen „alte“ Netze einen umfassenden Umstellungs-Prozess durchlaufen. 


Das ist auch einer der wesentlichsten Punkte des „Masterplan Energie“, den die Energie Steiermark in Kooperation mit der Industriellenvereinigung (IV) erarbeitet hat und der den Wirtschaftsstandort Steiermark langfristig absichern soll.


Derzeit errichten die Energienetze Steiermark eine neue H2-taugliche Leitung zwischen Bruck/Mur und St. Michael/Traboch. Sie soll Teil des künftigen steirischen Wasserstoffkernnetzes werden und dazu beitragen, heimische Industriestandorte langfristig an nationale und internationale Wasserstoffquellen anzubinden.


„Mit der Gründung einer eignen Wasserstoff-Gesellschaft im Jahr 2025 haben wir einen klaren Akzent in Sachen Energie-Zukunft gesetzt. Technologie aus dem Forschungsbereich in reale Infrastruktur umzusetzen ist für uns eine wesentliche Wettbewerbsfrage, um den Wirtschafts-Standort wettbewerbsfähig zu erhalten. In diesem Zusammenhang ist auch die aktuelle Errichtung der größten steirischen Elektrolyse-Anlage in Bergla (Investitionsvolumen: 25 Millionen Euro) in Kooperation mit dem Sandvik-Konzern zu sehen. Unser strategisches Ziel dabei liegt auf der Hand: Die Energie Steiermark als einen der führenden Innovatoren und Taktgeber beim Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in Österreich zu positionieren“, so Martin Graf und Werner Ressi, Vorstandsteam der Energie Steiermark. Bis 2030 sollen in der Steiermark insgesamt 20 Megawatt Elektrolyseleistung aufgebaut werden.



Fotocredits: Energie Steiermark

 


 

 

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