Flexiblere Arbeitszeiten für Lehrlinge: Unterstützung für Vorstoß von Manuela Khom
- la6098
- vor 2 Tagen
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Die steirischen ÖVP-Nationalratsabgeordneten Joachim Schnabel und Daniela Gmeinbauer sprechen sich für den Vorstoß von Landesparteiobfrau und Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom zur Flexibilisierung der Arbeitszeiten von Lehrlingen aus.
Konkret sieht der Vorschlag vor, künftig auch für Lehrlinge einen Arbeitstag von bis zu zehn Stunden zu ermöglichen – bei gleichbleibender Wochenarbeitszeit von 40 Stunden. Ziel sei es, die Lehrausbildung besser an die betriebliche Praxis anzupassen.
„Manuela Khom greift mit diesem Vorschlag ein reales Problem aus der Praxis auf“, erklärt Schnabel. In vielen Betrieben seien flexible Arbeitszeiten längst Alltag. Es sei daher schwer nachvollziehbar, warum Lehrlinge davon grundsätzlich ausgenommen seien, obwohl sie aktiv in den Arbeitsablauf eingebunden seien.
Dabei gehe es nicht um Mehrarbeit, sondern um eine zeitgemäße Verteilung der Arbeitszeit, betont Schnabel. Gerade in Branchen wie dem Handwerk, der Gastronomie oder im Außendienst führe die derzeitige Regelung immer wieder zu unnötigen Unterbrechungen im Arbeitsalltag. Das sei weder wirtschaftlich sinnvoll noch förderlich für eine praxisnahe Ausbildung.
Auch Daniela Gmeinbauer hebt den Ausbildungsaspekt hervor. Viele junge Menschen wollten möglichst früh praktische Erfahrungen sammeln und Verantwortung übernehmen. Eine moderne Lehrausbildung müsse darauf reagieren und dürfe nicht an starren Vorgaben festhalten, die wenig mit der Realität in den Betrieben zu tun hätten.
Flexiblere Arbeitszeiten könnten für Lehrlinge eine echte Chance darstellen, so Gmeinbauer. Voraussetzung sei eine verantwortungsvolle Umsetzung mit klaren Schutzregelungen. Dadurch könnten Lernprozesse verbessert, die Motivation gesteigert und die Praxisnähe erhöht werden. Wichtig sei, dass keine zusätzliche Belastung entstehe.
Beide Abgeordneten sehen in der Flexibilisierung auch einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Lehrausbildung insgesamt. Angesichts rückläufiger Lehrlingszahlen müsse das duale Ausbildungssystem weiterentwickelt und attraktiv gehalten werden. Die duale Lehre sei ein internationales Vorzeigemodell, das laufend modernisiert und an die betriebliche Realität angepasst werden müsse.
Der Vorstoß von Manuela Khom sei sachlich, praxisnah und ausgewogen, sind sich Schnabel und Gmeinbauer einig. Nun sei die Arbeitsministerin gefordert, das Kinder- und Jugendlichen-Beschäftigungsgesetz entsprechend weiterzuentwickeln. Ziel sei eine faire, leistungsorientierte und zukunftsfitte Lehrausbildung.









